"Wir weigern uns Feinde zu sein" - ein Gedenkstein in Palästina
"Wir weigern uns Feinde zu sein" - ein Gedenkstein in Palästina © Stefan Klaffehn / PIXELIO

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Die ungewollte Nation - Der Israel-Palästina-Konflikt aktuell

Der Konflikt zwischen Israeliten und Palästinensern ist noch immer festgefahren. Die sicht- und unsichtbaren Grenzen scheinen zu hoch und unzerstörbar - doch ist vielleicht eine Lockerung der Spannungen in greifbarer Nähe? Das Feature gibt einen aktuellen Einblick in die schwierige Lage.

Nach dem Gaza-Krieg sind der gegenseitige Hass und das Misstrauen größer denn je. Seit 48 Jahren hält Israel die palästinensischen Gebiete besetzt, seit 23 Jahren wird über Lösungen verhandelt.

Auf beiden Seiten wollen Mehrheiten eine Teilung des Gebiets in zwei Staaten. Doch ist das noch realistisch? Die ungebremste Ausbreitung der Siedlungen hat dieses Lösungsmodell infrage gestellt.

Seit Kurzem wird nun von israelischen Regierungsparteien erwogen, den in der Westbank wohnenden Arabern Bürgerrechte zu gewähren. Die Vorteile liegen für Hardliner auf der Hand - die Westbank würde Teil Israels werden, die Siedlungen könnten bleiben, Jerusalem müsste nicht geteilt werden. Auch unter Arabern gewinnt die Idee vom gleichberechtigten Zusammenleben in einem Staat an Terrain.

Trotz des jüngsten Blutvergießens propagieren jüdische Siedler und arabische Bewohner der Westbank diese Lösung jetzt mit wachsender Dringlichkeit. Sie sehen keine Alternative mehr.

"Die ungewollte Nation - In Israel und Palästina ist etwas zusammengewachsen, was nicht zusammengehören will" im Überblick

Die ungewollte Nation - In Israel und Palästina ist etwas zusammengewachsen, was nicht zusammengehören will

von Daniel Cil Brecher

Produktion: 2015

Sendezeit Di, 27.01.2015 | 19:15 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Das Feature"
Radiosendung