LiteraturLesung
Theodor Fontanes "Irrungen, Wirrungen" als Lesung | Teil 10 von 16
"Irrungen, Wirrungen" schildert die Mesalliance zwischen dem Baron und Offizier Botho von Rienäcker und der kleinbürgerlichen Schneidermamsell Magdalene Nimptsch, von allen nur Lene genannt. Beide können und wollen ihre Standesgrenzen nicht überwinden und heiraten schließlich einen anderen, mit dem sie ein mäßig glückliches Leben führen.
Obwohl die Verhältnisse sich gegen Ende des Romans also wieder in den Bahnen der gesellschaftlichen Norm bewegen, stieß Fontane auf heftige Kritik seiner Leser. Abgelehnt wurde aber nicht nur, dass der Roman eine Beziehung zeigt, die die Standesschranken nicht respektiert, sondern auch, dass Fontane die Frau aus einem sozial niederen Stand nicht nur als gleichwertig, sondern in mancher Weise auch als moralisch überlegen dargestellt hat.
Fontanes erster Roman erschien zunächst in Fortsetzungen in der Vossischen Zeitung mit dem Untertitel "Berliner Alltagsgeschichten".
"Irrungen, Wirrungen" im Überblick
Irrungen, Wirrungen
von Theodor Fontane
Mit Gert Westphal
| Sendezeit | Fr, 03.09.2010 | 14:04 - 14:35 Uhr |
| Sendung | SR kultur "Fortsetzung folgt..." |
