Radioprogramm
31.07. | 13:05 - 14:00
Bayern 2 "radioFeature"
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Ein blutiger Sonntag mit dramatischen Folgen
Bernadette Devlin wollte gerade mit ihrer Rede beginnen, als die ersten Schüsse fielen. Wenn sie an diesen 30. Januar 1972 zurückdenkt, als in der nordirischen Stadt Londonderry 14 unbewaffnete Demonstranten von britischen Fallschirmjägern erschossen wurden, kommen ihr zwei Worte in den Sinn: "blanker Terror".
Ein halbes Jahr später erklärte der damalige oberste Richter Großbritanniens, die Toten und Verletzten hätten quasi selbst Schuld, weil sie an einer nicht genehmigten Demonstration teilgenommen hätten. "Das bedeutete, man konnte uns praktisch ungestraft totschießen," erklärt die damalige Abgeordnete Bernadette Devlin. Deshalb tauchten nach diesem unseligen Sonntag so viele junge Männer zur Untergrundarmee IRA ab - Bloody Sunday, der endgültige Weg in ein Jahrzehnte währendes Blutbad.
Jetzt liegt der Bericht der größten Untersuchungskommission in der Geschichte Großbritanniens vor. Zwölf Jahre hat sie recherchiert. 240 Millionen Euro hat es den Staat gekostet. Der 5.000 Seiten dicke Regierungsreport gibt eindeutig der britischen Armee die Schuld am Bloody Sunday. Premierminister David Cameron hat sich im Namen der Regierung und des ganzen Landes für die Bluttaten entschuldigt.
Matthias Fink war zum 30. Jahrestag in Londonderry (irisch: Derry) unterwegs, um den schwierigen Weg zur Wahrheit zu erkunden.
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Bayern 2 "radioFeature"
Einstündige Dokumentationen über ein breites Spektrum von Themen: Berichte aus fernen und nahen Ländern; Soziales, Geschichtliches, Literarisches.
Sa | 13:05 - 14:00
Bloody Sunday - Ein Blutbad in Nordirland und der schwierige Weg zu Wahrheit und Versöhnung
von Matthias Fink
