Im Krieg gibt es keine Normalität mehr, das Paradies der Kindheit und Jugend ist unwiederbringlich zerstört
Im Krieg gibt es keine Normalität mehr, das Paradies der Kindheit und Jugend ist unwiederbringlich zerstört © Omar Franco / freeimages.com

Hörspiel

"Abzählen" - Eine Geschichte aus dem Krieg

"Abzählen" ist eine Geschichte aus dem Krieg. Die georgische Autorin Tamta Melaschwili hat darin gewiss Bezug auf den Kaukasuskrieg von 2008 genommen. Doch die Story geht über die Auseinandersetzung hinaus. Vielmehr erzählt sie, wie es ist, in einer "gottverlassenen Konfliktzone ein Teenie zu sein".

Die Presse sprach von einer "packenden und verstörenden Prosa", ein "schmales Bändchen von großer erzählerischer Wucht".

Ein vom Krieg verwüsteter Ort. Wer Geld hat, ist geflüchtet. Die Männer sind an der Front oder vegetieren als Krüppel beziehungsweise Wracks vor sich hin. Hiergeblieben sind nur noch Frauen, Alte und Kinder.

Inmitten der gespenstischen Szenerie: zwei Mädchen, Ninzo und Zknapi, 13 Jahre. Die eine pflegt ihre sterbende Großmutter, die andere kümmert sich um ihre Mutter und den neugeborenen Bruder.

Ninzo und Zknapi klauen Tabak, Medikamente, Babynahrung, schmuggeln Drogen, brechen in die verlassenen Häuser ein, bilden eine Allianz gegen das große Sterben ringsum.

Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats November 2013.

"Abzählen" im Überblick

Abzählen

von Tamta Melaschwili, Elisabeth Putz

Produktion: 2013

Sendezeit Mi, 29.05.2019 | 20:05 - 21:10 Uhr
Sendung NDR Kultur "Hörspiel"
Radiosendung

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