In nur sechs Wochen wurde Armenien zur Kapitulation gezwungen.
In nur sechs Wochen wurde Armenien zur Kapitulation gezwungen. © Paul Fiddian / freeimages.com

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Armenien nach dem verlorenen Krieg um Bergkarabach

Der Premierminister Armeniens unterzeichnete am 9. November 2020 ein Waffenstillstandsabkommen, das von Russland vermittelt wurde. So wurde Nikol Paschinjan vom Helden der Samtenen Revolution zum Buhmann. Zwischen dem Land und Aserbaidschan wurde der Konflikt um Bergkarabach 2020 neu entfacht.

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25 Jahre dauerte der Waffenstillstand im Krieg um die von Armeniern besiedelte autonome Region Bergkarabach. Friedensverhandlungen scheiterten immer wieder. Aserbaidschan gelang es mit türkischer Unterstützung und mit hochmodernen Kampfdrohnen in nur sechs Wochen, Armenien zur Kapitulation zu zwingen. Die Weltöffentlichkeit schaute tatenlos zu, wie 100.000 Karabach-Armenier aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

In dem nun beschlossenen Abkommen werden die Grenzen neu verlegt, was für die Karabach-Armenier bedeutet, dass sie ein Drittel ihres historischen Siedlungsgebiets verlieren. Die Karabach-Armenier, die in die ihnen noch verbliebenen Gebiete zurückkehrten, stehen nun unter Schutz russischer Friedenstruppen. In die Zukunft blicken sie voller Unsicherheit.

"Armenien nach dem verlorenen Krieg um Bergkarabach" im Überblick

Armenien nach dem verlorenen Krieg um Bergkarabach

von Daniel Guthmann

Produktion: 2021

Sendezeit Di, 18.05.2021 | 19:15 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Das Feature"
Radiosendung

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