Kameras, die Gesichter aus- und bewerten - eine erschütternde Gegenwart
Kameras, die Gesichter aus- und bewerten - eine erschütternde Gegenwart © Adam Jakubiak / freeimages.com

Feature

Big Data - oder die Vermessung des Individuums

"Der Roman '1984' war eine Warnung und keine Anleitung" - heißt es teils auf kritischen Social-Media-Kanälen. Blickt man jedoch nach China, scheint die düstere Zukunftsvision von George Orwell gar nicht mehr so fern. Das Feature von Gabriele Knetsch untersucht die Vermessung von Individuen.

Bis zum Jahr 2020 sollen in China mehr als 600 Millionen Kameras die Bürger permanent überwachen. Computersysteme, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, werten die Bilder ständig aus, analysieren das Verhalten der Menschen. Besonders beängstigend: Alle Chinesen sollen sich dem System der "sozialen Vertrauenswürdigkeit" unterwerfen.

Wer sich etwas zu Schulden kommen lässt, wird in öffentlich zugänglichen Datenbanken an den Pranger gestellt. Was klingt wie eine Idee aus George Orwells "1984", ist in China inzwischen gelebte Realität.

Auf drei Kontinenten geht das Feature der Frage nach: Wird diese Dystopie der Big-Data-Überwachung auch bei uns bald Realität?

"Big Data - oder die Vermessung des Individuums" im Überblick

Big Data - oder die Vermessung des Individuums

von Gabriele Knetsch

Sendezeit Mi, 15.05.2019 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung SWR2 "SWR2 Feature"
Radiosendung

Diese Sendung empfehlen