Der verspätete Ruhm der aufgeführten Tagebücher der Anne Frank
Der verspätete Ruhm der aufgeführten Tagebücher der Anne Frank © Clara Diercks / PIXELIO

Kultur & LiteraturFeature

Das "Tagebuch der Anne Frank" in den 50er-Jahren

Anne Frank wurde am 12.6.1929 in Frankfurt am Main geboren. Ihr Tagebuch wurde vor 65 Jahren anfänglich als triviales Theaterstück gezeigt, denn kein Verleger oder Leser hatte nach Kriegsende ein Interesse an ein jüdisches Mädchentagebuch verschwendet.

Auch die ersten Buchveröffentlichungen in Amsterdam (1947) und Heidelberg (1950) waren ohne Erfolg. Doch die Bühnenaufführungen des Autorenpaares F. Goodrich und A. Hackett erbrachten den Weltruhm der Tagebücher.

Am Broadway in New York wurde die Bühnenfassung im Oktober 1955 uraufgeführt und ein Jahr darauf in sieben west- und ostdeutsche Städten, ebenso in Zürich und Wien. Das Publikum war emotional überwältigt.

Dieses erfolgreiche Theaterwerk brachte die Deutschen dazu, sich mit dem Buch und ihrer Geschichte zu befassen, aber von einer Vergangenheitsbewältigung waren sie weit entfernt.

"Das "Tagebuch der Anne Frank" in den 50er-Jahren " im Überblick

Das "Tagebuch der Anne Frank" in den 50er-Jahren

von Renate Maurer

Produktion: 2016

Sendezeit Fr, 12.06.2020 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Literatur"
Radiosendung

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