Frederike von Möhlmann wurde nach ihrer Vergewaltigung erstochen
Frederike von Möhlmann wurde nach ihrer Vergewaltigung erstochen © Andrzej Gdula/stock.xchng

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Der Fall Frederike - Über den Unterschied von Recht und Gerechtigkeit

Hans von Möhlmanns Tochter wurde vergewaltigt und umgebracht und er weiß, wer der Mörder war. Doch das deutsche Strafrecht verhindert nach einem Freispruch eine erneute Anklage aufgrund der gleichen Tat. Heute signalisiert der Bundestag eine Änderung des Paragraphs.

Frederike von Möhlmann wurde mit 17 Jahren vergewaltigt und anschließend ermordet. Der damalige Tatverdächtige wurde aufgrund mangelnder Beweise, DNA-Tests waren 1981 noch nicht möglich, rechtskräftig nach seiner Verurteilung freigesprochen. Heute weisen die ausgewerteten Spuren eindeutig auf seine Schuld hin. Doch das Gesetz in Deutschland verhindert die Anklage aufgrund des gleichen Tatbestands nach einem Freispruch.

Hans von Möhlmann weiß, wo der Mann wohnt, der seine Tochter vergewaltigt und umgebracht hat. Seitdem die Tatschuldigkeit für ihn feststeht, kämpft er für eine Änderung des Paragraphen 362, verklagt den Freigesprochenen auf Schadensersatz, startet eine Petition, die 105.568 mal unterschrieben wird, doch im Bundestag regte sich nichts.

Doch nun gibt es endlich Anzeichen dafür, dass sich in dieser Legislaturperiode etwas ändern wird. Der ARD strahlt am 11. November 2018 einen  "Polizeiruf 110" aus, der auf dem Fall Frederike basiert.

"Der Fall Frederike - Über den Unterschied von Recht und Gerechtigkeit" im Überblick

Der Fall Frederike - Über den Unterschied von Recht und Gerechtigkeit

von Otto Langels

Sendezeit Mi, 14.11.2018 | 15:05 - 15:30 Uhr
Sendung SWR2 "Leben"
Radiosendung

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