Gewalt richtet sich meist gegen die Schwächsten
Gewalt richtet sich meist gegen die Schwächsten © pixabay/ geralt

Hörspiel

Der Sündenhund

Peter hält sich für einen Zombie, seitdem er von seinem Vater krankenhausreif geprügelt worden ist. Er spricht nicht mehr, in seinem Kopf aber vermischen sich Horrorszenarien aus Videos uns tatsächlichen Erlebnissen.

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Theodor Weißenborn hat eine psychologisch empathische Einsicht in einen von Gewalterfahrungen geprägten Jungen geschaffen, der ihn sich vor der Realität verschließen lässt.

Peter wird von seinem Stiefvater geschlagen. Er fehlt in der Schule, er liegt im Krankenhaus. Er wurde wieder verprügelt, dieses Mal zur Bewusstlosigkeit. Jetzt fühlt er sich nicht mehr lebendig, aber tot ist er auch nicht. Er ist ein Zombie. Und Zombies reden nicht. Deswegen schweigt er auch gegenüber den Ärzten, antwortet nicht auf deren Fragen.

Währenddessen spielen sich aber Horrorszenarien in seinem Kopf ab, vermischen sich filmhafte Grausamkeiten mit dem, was er selbst erlebt hat. Peters Kindheit war trist und grau, psychische und physische Gewalt keine Ausnahme. Und Realitätsverweigerung ist seine Art, damit nun umzugehen.

"Der Sündenhund" im Überblick

Der Sündenhund

von Theodor Weißenborn

Mit Katharina Thalbach

Produktion: 1989

Sendezeit So, 22.07.2018 | 21:05 - 22:00 Uhr
Sendung NDR Info "Das Hörspiel"
Radiosendung

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