Eigentlich müssten die Täter dringen strafrechtlich belangt werden - einfacher gesagt als getan
Eigentlich müssten die Täter dringen strafrechtlich belangt werden - einfacher gesagt als getan © Jason Morrison / freeimages.com

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Die Blockade der Bischöfe - Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt

Die Hinterfragung und Forderung der Gläubige und Atheisten an die Verantwortlichen in der Kirche, sich den Missbrauchsvorwürfen zu stellen und zu handeln, ist keine Glaubensfrage, sondern eine strafbare Handlung und somit juristisch zu klären.

Die Kirche verschließt sich gegenüber den Vorwürfen des sexuellen Missbrauches seiner Geistlichen in den Gemeinden, weil keiner ihrer Geistlichen zur Verantwortung gezogen wurde oder irgendwelche Konsequenzen zu fürchten hatte. Doch es gibt einige wenige von den Internen, die von den Zuständen berichten.

Im Herbst 2018 wurde der Missbrauch von Tausenden Gläubigen veröffentlicht und die deutschen Bischöfe hatten längst Kenntnis davon. Doch sie ließen die Öffentlichkeit in Unwissenheit, weil sie sich selbst schützen wollten. Nun sind die Namen der Täter bekannt und keiner von ihnen fühlt sich in Unrecht. Vielmehr zeigen sie ihren Opfern gegenüber eine emotionale Kälte und Arroganz, weil sie sich mit dem Schutz ihrer obersten Kirchenträger in Sicherheit wiegen.

In Frankreich dagegen wurde der oberste katholische Geistliche zur Rechenschaft gezogen, da er die Straftaten der sexuellen Gewalt in seiner Kirche nicht angezeigt hat.

Welchen Weg werden jetzt die deutschen Kirchen nehmen, um den Schaden in ihrer Kirche zu beheben?

"Die Blockade der Bischöfe - Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt" im Überblick

Die Blockade der Bischöfe - Katholische Kirche und sexualisierte Gewalt

von Gaby Mayr

Produktion: 2020

Sendezeit So, 22.11.2020 | 11:04 - 12:00 Uhr
Sendung WDR 5 "Dok 5 - Das Feature"
Radiosendung

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