Der Geheimdienst des DDR war für die westliche Abwehr fast vollkommen unsichtbar
Der Geheimdienst des DDR war für die westliche Abwehr fast vollkommen unsichtbar © Zsuzsa N.K. / freeimages.com

Feature

Die Supergeheimen - Der Militärische Nachrichtendienst der DDR

Der Kalte Krieg kannte viele Größen, die sich durch ihre Fähigkeit, im Hintergrund zu agieren, auszeichneten. Einer der letzten großen Unbekannten war der Militärische Nachrichtendienst der DDR. Thomas Gaevert stellt die "Supergeheimen" vor.

Er hatte seine Augen und Ohren überall, der Geheimdienst des DDR. Vor allem horchte er aus, wozu die Bundeswehr und NATO befähigt und wie ihre Strukturen, Führungskonzeptionen und militärischen Pläne aufgebaut und ausgerichtet waren. Es gab hunderte Spionen – im DDR-Sprachgebrauch „Kundschafter“ genannt – die als Funkaufklärer und Militärexperten stets dafür sorgten, dass der Osten genauestens über den gegnerischen Westen informiert war.

In der Oberspreestraße 61 in Berlin befand sich die Schaltzentrale des vergleichsweise kleinen, aber erfolgreichen Geheimdienstes. Er schaffte es, der westdeutschen Abwehr die meiste Zeit so gut wie verborgen zu bleiben. Ihr Fokus galt der Staatssicherheit und der Hauptverwaltung Aufklärung, die von Markus Wolf geleitet wurde. Egon Bahr besuchte als erster West-Politiker die Zentrale des Geheimdienstes nachdem die Mauer fiel. 

Das Feature stellt dar, was Bahr vor Ort erwartete und im Nachhinein entsetzte: mehr als 100.000 Angaben und Auslegungen über die Ausstattung der Bundeswehr erwiesen sich als exakt zutreffend und legte damit offen, wie verborgen der Geheimdienst der DDR tatsächlich agierte.

"Die Supergeheimen - Der Militärische Nachrichtendienst der DDR" im Überblick

Die Supergeheimen - Der Militärische Nachrichtendienst der DDR

von Thomas Gaevert

Sendezeit Mi, 10.01.2018 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung SWR2 "SWR2 Feature"
Radiosendung

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