Die Enkelin wüsste gerne, wie es damals war.
Die Enkelin wüsste gerne, wie es damals war. © Simon Cataudo / freeimages.com

Hörspiel

Die Zeremonie

Jedes Jahr geht es für sie mit der Mutter und der Großmutter einmal nach Beaune-la-Rolande. Fast 30 Jahre lang ging es immer wieder dorthin, um nicht zu vergessen, dass es ab 1941 hier ein Durchgangslager für Jüd_innen auf dem Weg nach Auschwitz gab. Auch der Großvater war dort.

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Für den Großvater war das Lager damals die letzte Station auf französischem Boden. Er erhielt am 14. Mai 1941 von der französischen Polizei die Vorladung zur Feststellung der Identität, wie sie sagten. Die Frauen mussten dann für ihre Männer einen Koffer packen, erzählte die Großmutter.

Wie genau es war, weiß die Enkelin nicht. Erst später kommen die Fragen, wenn die, denen man sie stellen wollte, schon verstorben sind. Wenn sie noch da sind, am Anfang, will man es nicht wissen, weil jedes Wort ein größeres Gewicht darstellt. Später will man gerne alles Wissen.

"Die Zeremonie" im Überblick

Die Zeremonie

von Cécile Wajsbrot

Mit Imogen Kogge, Christian Gaul, Pierre Clement

Produktion: 2011

Sendezeit Mi, 12.05.2021 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel"
Radiosendung

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