Wer die Musik anderer Kulturen erforscht, sollte diese Kulturen respektieren.
Wer die Musik anderer Kulturen erforscht, sollte diese Kulturen respektieren. / "Maori-Tattoo 2" © Dieter Schütz / PIXELIO

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Ein Porträt des Musikethnologen Mantle Hood

Der 1918 geborene Musikethnologe Mantle Hood brauchte seine Zeit, um seinen Weg zu finden. Musikalisch war er sehr begabt, doch der Amerikaner probierte sich in allen möglichen Richtungen aus.

Auch wenn er schon immer von der Musik begeistert war, war er dann doch noch zu unsicher, um sich beruflich auf sie einzulassen, bis er durch Zufall auf frühe Einspielungen eines javanischen Gamelan-Ensembles stieß. Dass er damals schon Mitte vierzig wa r, h ielt ihn nicht davon ab, ein Promotionsstudium beim international renommierten Musikethnologen Jaap Kunst anzufangen und von da an hauptberuflich die Musik anderer Kulturen zu erforschen. Der indonesische Gamelan bleibt dabei sein Hauptgebiet.

Seine Prägung der wissenschaftlichen Standards in seinem Gebiet der Musikethnologe weisen auch heute noch den Weg im Umgang mit anderen Kulturen. Mantle Hood betonte, dass es wichtig ist, einfühlsam auf die Menschen zuzugehen, deren Musik man erforscht. Man sollte nicht versuchen, die eigenen Moralvorstellungen auf sie anzuwenden, sondern man sollte sie respektieren, wie sie sich entwickelt haben.

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Ein Porträt des Musikethnologen Mantle Hood

von Michaela Fridrich

Sendezeit So, 20.09.2020 | 23:05 - 00:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "Musik der Welt"
Radiosendung

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