Der Sound des isländischen Kollektiv S.L.Á.T.U.R.
Der Sound des isländischen Kollektiv S.L.Á.T.U.R. © Ivo de Jong / freeimages.com

Klassik-Feature

Ensemblekulturen: Das isländische Kollektiv S.L.Á.T.U.R.

Das Composer-Performer-Kollektiv S.L.Á.T.U.R. ist sehr einfallsreich, wenn es um ihre Musik und die dafür verwendeten Gegenstände geht. In "Ensemblekulturen: Das isländische Kollektiv S.L.Á.T.U.R." geht es um die Künstlergruppe, die ihre Konzerte etwas anders gestaltet.

In Island gibt es ein Nationalgericht, das den Namen "Slátur" trägt und es beinhaltet Schafinnereien, Fett und Blut.

Das Akronym "S.L.Á.T.U.R." steht jedoch für "Verbund freigeistiger Komponisten im Umfeld von Reykjavík". Das Kollektiv aus Island spielt in seiner Verwirklichung in der Kunst mit genau dieser Kombination.

In Bezug auf ihre Musik sind die Mitglieder des Kollektivs ausgesprochen kreativ und verwenden alte Geräte, Spielzeug oder Utensilien aus dem Haushalt. Die Performances des Kollektivs beinhalten auch oft Video- oder Elektronikteile, die einen gewissen Humor mit in ihren Auftritt bringen.

Die Gruppe der Kunstschaffenden will dem Publikum nicht nur frontal gegenübertreten. Bei ihren Konzerten sorgen sie für Situationen, die Mobilität mit reinbringen. Sowohl Zuhörende als auch Musikschaffende verlassen dabei ihre eigentlichen Plätze. Das Ergebnis dessen kann unter anderem sein, dass die Zuschauer Platz für eine Hüpfburg machen müssen, die die Künstler in ihre Performance einbauen.

Um die Konzerte von S.L.Á.T.U.R. zu verstehen, sollte man Humor mitbringen.

"Ensemblekulturen: Das isländische Kollektiv S.L.Á.T.U.R." im Überblick

Ensemblekulturen: Das isländische Kollektiv S.L.Á.T.U.R.

von Leonie Reineke

Sendezeit Sa, 13.08.2022 | 22:05 - 22:50 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Atelier neuer Musik"
Radiosendung

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