Die sibirischen Arbeitslager brachen die Überlebenden
Die sibirischen Arbeitslager brachen die Überlebenden © stock.xchng

Hörspiel

Erzählungen aus Kolyma

Warlam Schalamow verbrachte zwischen Ende der 1920er und 50er Jahre lange Zeit in Arbeitslagern. Was er dort erlebte, verarbeitete er in seinen Texten.

Die sibirischen Arbeitslager waren die Hölle auf Erden. Tausende scharrten sich in den eiskalten Gefängnissen, dem Wetter gnadenlos ausgeliefert, dazu Hunger, Durst und Krankheiten. Ende der 20er- und Mitte der 50er-Jahre musste auch Warlam Schalamow in solchen in der Kolyma-Region leben, während die widrigen Verhältnisse jeden Tag Opfer forderten. 

Was er erlebte, schrieb er nieder. In seinem Stück "Erzählungen aus Kolyma" verarbeitet er seine Erinnerungen. „Wenn ich am Leben bleibe, schreibe ich darüber eine Geschichte”, sagt ein Häftling im Stück. Nur ein paar Wochen später stirbt er. In seiner Geschichte wird der Alltag der 19 Jahre Arbeitslager wieder lebendig. Schalamow rutscht nie in Wehklagen über persönliches Leid, statt dessen wird das Elend und der Überlebenskampf schrecklich wahrhaftig.

"Erzählungen aus Kolyma" im Überblick

Erzählungen aus Kolyma

von Warlam Schalamow

Mit Aus dem Russischen von Gabriele Leupold Bearbeitung und Regie: Martin Heindel Komposition: Ralf Haarmann Mit Peter Simonischek, Max Simonischek, Lars Rudolph, Alexander Khuon u.a

Produktion: 2010

Sendezeit Di, 15.01.2019 | 20:10 - 21:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Hörspiel"
Radiosendung

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