Durch Briefe bauen die beiden eine fiktive Beziehung zu Dick auf.
Durch Briefe bauen die beiden eine fiktive Beziehung zu Dick auf. © Adam Ciesielski / freeimages.com

Feature

I Love Dick - Die Autofiktion der Chris Kraus

In den 90er-Jahren verliebt sich die Künstlerin Chris Kraus hoffnungslos. In ihrem Roman schreibt sie über ihre unstillbare Begierde und den Schmerz der Unerreichbarkeit. Jahre später wird das Buch unerwartet zu einem Klassiker des Feminismus.

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Die erfolglose Künstlerin Chris Kraus schrieb 1997 ihren Roman "I Love Dick". Ohne Scham und völlig schonungslos beschreibt sie darin ihre Obsession mit einem Kollegen ihres Mannes. Als sie ihrem Mann ihre Verliebtheit gesteht, beschließen die beiden, daraus ein Kunstprojekt zu machen. Sie beide schreiben an Dick Briefe, die nicht abgeschickt werden, sondern Teil eines Rollenspiels sind. Ihr Mann hat schon bald keine Lust mehr an der gespielten Dreiecksbeziehung, doch Chris Kraus verliert sich immer mehr in ihrem aussichtslosen Verlangen.

Zehn Jahre nachdem der Roman erschien, wurde er in viele Sprachen übersetzt, er wird verfilmt und gilt in feministischen Kreisen als Kultbuch. Chris Kraus reflektiert nun über den Erfolg und die Geschichte des Romans und beantwortet die Frage, wie viel Feminismus wirklich in ihrem Buch steckt.

"I Love Dick - Die Autofiktion der Chris Kraus" im Überblick

I Love Dick - Die Autofiktion der Chris Kraus

von Jean-Claude Kuner

Mit Anne Müller, Ulrich Matthes, Moritz Grove, Bettina Kurth, Johannes Nichelmann

Produktion: 2018

Sendezeit Di, 22.09.2020 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Feature"
Radiosendung

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