Das finnische Modell für ein Endlager
Das finnische Modell für ein Endlager © A. Fehmel / PIXELIO

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Kann Finnland zum Vorbild für Deutschlands Endlagersuche werden?

Der Atommüll in Deutschland hat in der Bevölkerung keinen guten Stand. Niemand ist bereit, ein Endlager vor der Haustür zu verwalten. Finnland dagegen steht dem Endlager offener gegenüber. Sie bauen direkt an der Ostseeküste das größte Endlager für Atommüll.

Die Stromerzeugung durch Atomkraftwerke produzieren seit sechzig Jahren radioaktiven Atommüll, die gerade in Zwischenlagern, auch häufig neben den Atomkraftwerken gelagert werden.

Die EU hat zusammen mehr als fünfzig Tonnen Atommüll in Europa liegen und es gibt bis heute noch kein sicheres Endlager. Nur Finnland hat mit einem Bau gestartet. Dort soll in einem Endlager an der Ostseeküste in 400 Metern Tiefe in Granitgestein getestet werden, ob eine sichere Aufbewahrung des radioaktiven Mülls möglich ist.

Von Seiten der finnischen Bevölkerung gibt es für das Endlager keine Proteste und Politiker denken schon über eine Vermarktung für atomare Abfälle anderer Länder nach.

Aber in Deutschland ist der Export von deutschem atomarem Müll rechtlich verboten. Und es gibt noch keine politische Entscheidung über einen Endlagerstandort in Deutschland. Wird sich das finnische Modell als Lager des atomaren Erbes durchsetzen?

"Kann Finnland zum Vorbild für Deutschlands Endlagersuche werden?" im Überblick

Kann Finnland zum Vorbild für Deutschlands Endlagersuche werden?

von Dirk Asendorpf

Sendezeit Do, 11.06.2020 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Forschung und Gesellschaft"
Radiosendung

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