Anna tötete ihre Herrin und nahm sich ihr Kind.
Anna tötete ihre Herrin und nahm sich ihr Kind. © Brittany Reed / freeimages.com

Hörspiel

Kerstin Specht: Amiwiesen

Kerstin Spechts frühe Werke sind der Tradition des kritischen Volkstheaters verpflichtet. In diesem Monolog erzählt die bäuerliche Dienstmagd Anna von ihrem verpfuschten Leben in einer Kleinstadt an der oberfränkischen Grenze.

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Sie erzählt von ihrer ärmlichen Verhältnissen ihrer Jugend, von ihrem ersten gebrochenen Herzen, vom Glück, dass sie auf den Wiesen mit Amerikanern erlebte, von der unerfüllten Ehe mit ihrem schon früh gestorbenen Mann und von ihren langen, erschöpften Jahren als Dienstmagd. Irgendwann war es ihr zu viel. Ihre Herrin hat sie unter die Erde gebracht und ist geflüchtet.

Das stumme Kind der Herrin jedoch konnte sie nicht zurücklassen. Es wurde nie richtig geliebt, als nahm Anna es auf dem Rücken mit. Sie selbst hatte nie Kinder. Daher dachte sie, mit ihrer schlichten Weltsicht, steht ihr auch eins zu. Ob das Ganze gut oder schlecht ausgeht, ist nicht vorher zu sehen. Doch eines ist ihr klar: Der Mensch wird nicht unschuldig geboren, sondern trägt die Last der Eltern und den Einfluss des Umfelds mit sich.

"Kerstin Specht: Amiwiesen" im Überblick

Kerstin Specht: Amiwiesen

von Kerstin Specht

Mit Christa Berndl

Produktion: 1991

Sendezeit Sa, 19.09.2020 | 15:05 - 17:00 Uhr
Sendung Bayern 2 "Hörspiel"
Radiosendung

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