Beethoven sitzt manchmal neben ihm, sagt der Künstler.
Beethoven sitzt manchmal neben ihm, sagt der Künstler. © Ferdinand Schimon / Wikimedia Commons / Public Domain

Klassische MusikKlassik-Feature

"Monsieur Diabelli"

Rudolf Buchbinder hat hin und wieder den Eindruck, dass Ludwig von Beethoven höchstpersönlich neben ihm sitzt. Der Pianist aus Österreich ist einer der erfahrensten Experten zum Bonner Meister und einer seiner bekanntesten Interpreten.

Schon seit sechzig Jahren beschäftigt er sich mit seinem Lieblingswerk, den Diabelli-Variationen . Nun hat er sie zum dritten Mal aufgenommen. Zum Zyklus sagte Hans von Bülow, dass er den Mikrokosmos des Geistes von Beethoven repräsentieren würde. Buchbinder beschränkt sich nicht nur auf den Opus 120, da er auch die anderen Variationen des Walzermotivs, die damals der Wiener Verleger Anton Diabelli in Auftrag gab, ehren wollte. Diesem Aufruf gingen viele andere interessante Musikschaffende nach.

Das hat Buchbinder dazu inspiriert, Diabellis Idee in der Gegenwart fortzusetzen. So wurden zeitgenössische Komponist_innen wie Tan Dun, Jörg Widmann oder Max Richter darum gebeten, neue Variationen zu erstellen. Das Ergebnis davon war Buchbinders CD-Doppelalbum " The Diabelli Project " und das Buch "Der letzte Walzer", das voller Witz steckt. Alexandra Maria Dielitz führt mit ihm ein Gespräch über einen Walzer, der in die Geschichte einging.

""Monsieur Diabelli"" im Überblick

"Monsieur Diabelli"

von Alexandra Maria Dielitz

Sendezeit Do, 17.09.2020 | 19:05 - 20:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "KlassikPlus"
Radiosendung

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