Menschen orientieren sich immer an anderen Menschen - Damit müssen Öko-Kampagnen arbeiten
Menschen orientieren sich immer an anderen Menschen - Damit müssen Öko-Kampagnen arbeiten © Lynn Cummings/stock.xchng

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Ökologisch handeln - Wie aus Worten Taten werden

Selbst wenn wir es eigentlich besser wüssten, handeln wir immer wieder entgegen dieser Tatsache. Vor allem wenn es um das ökologische Bewusstsein geht. Woran liegt das?

Deutschland ist Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Und doch wird sie ihre selbsgesteckten Klimaziele verfehlen. Anstatt Elektroautos flott zu machen, duldet man immer noch Diesel-Keulen auf den Straßen und trotz Kosten denkt man beim Einkaufen einfach nicht an den eigenen Jutebeutel.

Die Öko-Bilanz leidet allem Umweltbewusstsein zum Trotz unter immer größeren Geräten und der anhaltenden Treue zum Automobil. Wieso aber handeln Menschen entgegen ihren Einstellungen?

Psychologen gingen dieser Frage nach und. fanden heraus, dass bloße Informationen nicht ausreichend auf Entscheidungen eingreifen. Gute Umweltkampagnen brauchen deswegen mehr, es muss eine Gruppendynamik hergestellt werden, in der das Neue, Gute, Trend ist.

Menschen vergleichen sich automatisch mit anderen Menschen, sie handeln ihnen entsprechend. Deswegen muss man Öko-Produkte zu Statussymbolen erheben, nicht mehr die dicken Hubräume eines Autos. Wenn auf Stromrechnungen gedruckt wird, wie viel ein ähnlicher Haushalt verbraucht, reduzieren Verschwender nachgewiesenermaße ihren Verbrauch.

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Ökologisch handeln - Wie aus Worten Taten werden

von Jochen Paulus

Sendezeit Mi, 21.03.2018 | 08:30 - 09:00 Uhr
Sendung SWR2 "Wissen"
Radiosendung

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