So viel Hoffnung steckt in den Pariser Abenden, so wenig kommt dabei heraus
So viel Hoffnung steckt in den Pariser Abenden, so wenig kommt dabei heraus © stock.xchng

Hörspiel

"Pariser Abende" von Roland Barthes - Das ruhelose, nächtliche Umherstreifen

Roland Barthes war ein aufmerksamer Beobachter und ein ebenso scharfer Kritiker. Bis heute ist er ein angesehener Wissenschaftler geblieben, dessen Theorien noch heute diskutiert werden. Seine Erzählung "Pariser Abende" ist ein ebenso detailliertes wie bedrückendes Bild der Ruhelosigkeit.

"Soirées de Paris" wurde in einem Zeitraum von etwa drei Wochen, zwischen dem 24. August und dem 17. September 1979 geschrieben. In einer Notiz nannte Barthes diesen Text auch "Die Vergeblichen Abende".

Genauer Beobachter und Analytiker des Alltags ist er auch in diesen scheinbar nebensächlichen Notaten, die "das tägliche Kleingeld seiner Zeit" festhalten und das ruhelose, nächtliche Umherstreifen durch die Pariser Restaurants, Cafés und Bars beschreiben.

Die allabendliche Suche nach einem unverhofften Glück, einer unerwarteten Begegnung, und sei es auch nur ein rasches sexuelles Abenteuer, gerät in der Niederschrift zum schonungslosen Beleg einer unsagbaren Einsamkeit - mit der am Ende traurigen Einsicht, alt geworden (und das heißt: nicht mehr begehrenswert) zu sein.

""Pariser Abende" von Roland Barthes - Das ruhelose, nächtliche Umherstreifen" im Überblick

"Pariser Abende" von Roland Barthes - Das ruhelose, nächtliche Umherstreifen

von Roland Barthes

Mit Udo Samel

Produktion: 2010

Sendezeit So, 24.09.2017 | 14:04 - 15:15 Uhr
Sendung hr2-kultur "Hörspiel"
Radiosendung

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