Sytemrelevante Berufe, in denen Frauen arbeiten, werden nicht gerecht entlohnt.
Sytemrelevante Berufe, in denen Frauen arbeiten, werden nicht gerecht entlohnt. © truthseeker08 / pixabay.com

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Systemerhalterinnen: viel Applaus - wenig Lohn

Von den eine Millionen Menschen, die in Österreich in systemrelevanten Berufen tätig sind, sind zwei Drittel Frauen. Sie arbeiten im Verkauf, in der Pflege, als Reinigungskräfte, als medizinische Betreuerinnen oder als Pädagoginnen. Durch Corona wurde klar, wie unverzichtbar ihre Arbeit ist.

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Die Frauen in den genannten Berufsgruppen haben gemeinsam, dass ihre Einkommen unter dem österreichischen Durchschnittslohn liegt und dass sie für kurze Zeit als Heldinnen der Krise gefeiert wurden.

Nun ist der erste Lockdown ein Jahr her und der Applaus ist vorbei. Die Einkommensverhältnisse haben sich nicht gebessert. Mit weniger als 1.300 Euro netto müssen Reinigungskräfte und Verkäuferinnen jeden Monat auskommen. Pflegerinnen und Frauen in der medizinischen Betreuung sind zwar mit ihren 1.700 Euro netto etwas besser dran, aber es reicht trotzdem nicht.

Zum Vergleich: Die am schlechtesten bezahlten systemrelevanten Berufsgruppen, in denen hauptsächlich Männer arbeiten, sind die Berufsfahrer und die Arbeiter im Lieferservice. Sie erhalten im Monat rund 1.800 Euro netto.

Ein Jahr lang begleitete Johanna Hirzberger sieben Frauen aus verschieden österreichischen Bundesländern, die in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen, in der Pflege, im Krankenhaus, für Reinigungsfirmen, im Kindergarten, im Lebensmittellager und im Verkauf arbeiten.

Warum wird die Arbeit dieser Frauen nicht richtig wertgeschätzt? Wie kann man ihr Leben verbessern, sodass sie sich um die Zukunft ihrer Kinder und über ihre Pension keine Sorgen machen müssen?

"Systemerhalterinnen: viel Applaus - wenig Lohn" im Überblick

Systemerhalterinnen: viel Applaus - wenig Lohn

von Johanna Hirzberger

Sendezeit Sa, 06.03.2021 | 09:05 - 10:00 Uhr
Sendung Ö1 "Hörbilder"
Radiosendung

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