Las Vegas wird auch die Stadt des Vergessens genannt
Las Vegas wird auch die Stadt des Vergessens genannt © Bob Townsend/stock.xchng

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The Show Must Go On - Las Vegas ein Jahr nach dem Blutbad

Las Vegas wird auch gerne als "Sin City" bezeichnet - und jede Sünde wird schnell durch neue überdeckt. Der Massenmord bei einem Musikfestival 2017 scheint ebenfalls fast vergessen, nur wenige Amerikaner halten dagegen.

Heute, am 1. Oktober 2018, jährt sich der Massenmord von Las Vegas zum ersten Mal. Aus dem Hotelfenster des Mandalay Bay schoss der 64-jährige Amerikaner Stephen Paddock willkürlich auf Besucher eines Musikfestivals, womit er 58 Menschen tötete. Das Massaker bedeutete über eine Stunde Todesangst für die Menschen vor Ort, doch schon wenige Monate danach erinnert fast nichts mehr an die grauenvolle Tat.

Der Platz, von dem aus Paddock seine Waffe betätigte, weist keine Merkmale der Tatnacht auf, auch das Hotel, in welchem er residierte, ist nach wie vor gut gebucht. Lediglich ein kleiner Gedenkpark am Rande der Stadt, die auch "Sin City" genannt wird, erinnert an die Opfer. Dort trifft man Überlebende des Massakers, die das Bewusstsein weiterhin am Leben erhalten.

Die restlichen Millionen Menschen, die jährlich in die Stadt strömen, amüsieren sich weiterhin bei "Shooting Ranges" beim Herumzuballern. Denn Waffenliebe steht immer noch hoch im Kurs bei den Amerikanern, trotz all der schrecklicken Taten, die sich durch Waffen ereignen. 

"The Show Must Go On" im Überblick

The Show Must Go On

von Tina Hüttl

Sendezeit Mo, 01.10.2018 | 15:05 - 15:30 Uhr
Sendung SWR2 "Leben"
Radiosendung

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