Marseille gilt als Stadt der Passage.
Marseille gilt als Stadt der Passage. © team ccp / PIXELIO

Kultur & Literatur

Transit Marseille - Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute

Marseille gilt als Stadt der Passage. In ihrem Hafen reisten seit Jahrhunderten die verschiedensten Leute an und ab, darunter auch immer Geflüchtete. Unter ihnen befanden sich auch viele Schriftsteller_innen. 1940 wurde Marseille zum letzten freien Hafen, der nicht von Hitler besetzt war.

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Zahlreiche Menschen, die aus Deutschland geflohen sind, versuchten hier, Schiffe zu finden, auf denen sie Europa verlassen konnten. Darunter war auch Anna Seghers, die in ihrem Roman „Transit“ die Atmosphäre unter den Reisenden verewigte. Sie beschreibt das Ankommen und die Abreise, sie schildert die Gesprächsthemen wie Botschaftstermine, Visabedingungen, Schiffspassagen und Geldverdienen, und sie fängt das permanente Transitgeflüster ein, das schon seit phönizischen und römischen Zeiten in der Hafenstadt umhergeht.

Achtzig Jahre danach sind erneut Geflüchtete in Marseille. Auch dieses Mal sind unter ihnen Schriftsteller_innen. In ihren Gesprächen findet man parallelen zu Anna Seghers Berichten. Auch sie haben Angst vor Verfolgung, warten voller Spannung auf das nächste Papier und fühlen sich mitten unter den Menschenmassen der Stadt doch allein. Wie kann man in so einer Situation schreiben?

Transit Marseille - Schreiben auf der Flucht, 1940 und heute im Überblick

Sendezeit So, 27.09.2020 | 22:03 - 23:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Literatur"
Radiosendung

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