Die Kompensationszahlungen für ein schlechtes Gewissen
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Von schlechtem Gewissen, gutem Geld und faulen Kompromissen

Die Treibhausgase schadet Umwelt und Gesundheit, und dies wiederum unser schlechtes Gewissen. Es hat sich mittlerweile eine Branche gebildet, die uns für die Verursachung der Treibhausgase eine Kompensation anbietet, in Form von Geld. Doch wer profitiert von all dem Ganzen?

Umfragen haben ergeben, dass in Deutschland das Umweltbewusstsein äußerst hoch ist. Aber wenn es um den aktiven Handlungsbedarf geht, steht es schlecht. Denn jeder Bundesbürger verursacht jedes Jahr etwa elf Tonnen Treibhausgas, wesentlich mehr als auf der Welt und im EU-Durchschnitt. Es sind die Kohlekraftwerke, die zu hohe Fleischproduktion und -verbrauch sowie die maßlose Konsumgewohnheit. Auch das Reisen gehört zu den großen Treibhausverursachern.

Inzwischen besteht die Möglichkeit, den CO² – Abdruck zu verringern, und zwar mit Geld. Nach der Nutzung eines Flugzeugs zahlt man einen Obolus an eine gemeinnützige Organisation, an eine kommerzielle Agentur, die Klimaprojekte weltweit fördert. Das Angebot heißt CO² - Kompensation und die Branche ist erfolgreich. Aber was bringen diese Ausgleichszahlungen tatsächlich für unser Klima? Welche Personen oder Firmen stecken dahinter? Für wen ist es lukrativ? Dienen diese Angebote nur zur Erleichterung des schlechten Gewissens oder steckt mehr dahinter?

"Von schlechtem Gewissen, gutem Geld und faulen Kompromissen" im Überblick

Von schlechtem Gewissen, gutem Geld und faulen Kompromissen

von Robert B. Fishman

Sendezeit Di, 24.11.2020 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Wirtschaft und Umwelt"
Radiosendung

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