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Feature

"Ich beschloss, mich zu Tode zu arbeiten" - Sergej Eisensteins letzter Film "Iwan der Schreckliche"

Der Film ist eine Auftragsarbeit, gestellt von Stalin. Er will, dass Eisenstein aus Iwan dem Schrecklichen einen großen, weisen Politiker macht: "Iwan Grosny". Drei Folgen in Spielfilmlänge sind geplant. Für den ersten Teil erhält Eisenstein den Stalin-Preis. Der zweite Teil gefällt Stalin nicht und so verbietet er ihn. Eisenstein soll ihn ändern. Aber Eisenstein ändert nichts und stirbt. Er wird fünfzig Jahre alt. 1958, fünf Jahre nach Stalins Tod, wird der zweite Teil gezeigt. Vom dritten Teil sind nur wenige Szenen erhalten.

Das Feature versucht die Frage zu beantworten, ob der Film "Iwan" ein Kommentar zum stalinistischen Terror ist. Worin unterscheidet sich der zweite vom ersten, preisgekrönten? Was bedeutet die Geschichte vom Gesang im Feuerofen, die als öffentliches Schauspiel im Film aufgeführt wird?

Darin will Nebukadnezar drei Jünglinge zwingen, einen neu etablierten Götzen anzubeten. Weil sie sich weigern, werden sie ins Feuer geworfen. Und die drei Jünglinge preisen einen anderen Gott und überleben. Eisensteins Credo für die Freiheit der Kunst?

""Ich beschloss, mich zu Tode zu arbeiten" - Sergej Eisensteins letzter Film "Iwan der Schreckliche"" im Überblick

"Ich beschloss, mich zu Tode zu arbeiten" - Sergej Eisensteins letzter Film "Iwan der Schreckliche"

von Werner Dütsch

Sendezeit So, 18.03.2012 | 14:04 - 15:00 Uhr
Sendung SWR Kultur "Feature am Sonntag"
Radiosendung