Letztendlich sind alle Afrikaner - ein Leitsatz der zur Zeit der Apartheid sicherlich Proteste hervorgerufen hätte
Letztendlich sind alle Afrikaner - ein Leitsatz der zur Zeit der Apartheid sicherlich Proteste hervorgerufen hätte © pixelstar / freeimages.com

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Weißes Blut - Ein unbekanntes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte

Es war ein langer Weg, bis in Südafrika 1994 die Apartheid überwunden wurde. Die weiße Bevölkerung, mehrheitlich Buren, versuchte mit allen Mitteln, die Rassentrennung und die erlangte Vormachtsstellung aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel, indem deutsche Kriegswaisen nach Afrika geholt wurden.

8. September 1948: Ein Schiff mit 83 deutschen Kindern legt in Kapstadt an. Die Jungen und Mädchen sind fast alle Kriegswaisen.

Ein burischer Adoptionsfond hat sie nach Südafrika geholt - mit Unterstützung deutscher Behörden. Ihre zukünftigen Eltern sind Anhänger der Apartheidpolitik. Mit "arischem Blut" sollen die Kinder "gute Gene verbreiten" und der burischen Minderheit helfen, "weiß zu bleiben in einem schwarzen Land".

Unter den verschüchterten Neuankömmlingen sind auch Werner Schellack und Peter Ammermann, zwei und acht Jahre alt. Sechs Jahrzehnte später begleitet die Autorin Regine Dura die beiden Protagonisten bei der Auseinandersetzung mit ihrer Lebensgeschichte. Ihre Fernsehdokumentation sendet ARTE am 2. Juli 2013.

"Apartheidpolitik: Wie burische Nationalisten deutsche Kriegswaisen nach Südafrika holten" im Überblick

Apartheidpolitik: Wie burische Nationalisten deutsche Kriegswaisen nach Südafrika holten

Sendezeit Mo, 24.06.2013 | 20:04 - 21:00 Uhr
Sendung WDR 5 "Dok 5 - Das Feature"
Radiosendung