Teddy fand den Kassettenrekorder auf dem Dachboden und drückte natürlich sofort auf die Rückspultaste. Klack.
Schon standen Esel und Teddy 1989 in der Prager Botschaft, mitten in einer aufgeregten Menge. Teddy hielt einen Zettel in der Hand; woher der gekommen war, wusste er nicht. Der Auftrag war eindeutig: Menge beruhigen, damit Genschers ganze Rede hörbar bleibt. Ausreise nicht genehmigt!
Dann trat ein Mann auf den Balkon. „Ist das Genscher?“, fragte Teddy.
Esel musterte ihn. „Nee. Genscher ist dicker.“
„Oder mit Bart.“
„Wo sind wir hier überhaupt? Und wann? Wer sind die Menschen hier alle?“
Der Mann begann zu sprechen. Unten wurde es still.
„Wir sind heute zu Ihnen gekommen …“
„Oh“, sagte Teddy. „Das kommt mir bekannt vor, das ist doch Kennedy.“
„Nein, ich glaube, das ist ein Konzert, das ist David Hasselhoff.“
„… um Ihnen mitzuteilen …“, setzte der Mann am Balkon fort.
Hinten verstand man nichts, vorne wurde schon gezappelt. Um die Menge zu beruhigen, rief Teddy im gleichen Moment, als der Mann das Wort „Ausreise“ sagte: „Seid mal ruhig, das ist David Hasselhoff!“
Und sofort brach Jubel los. Dass die Ausreise eben nicht genehmigt war, hat nie jemand erfahren.
Folgen von Esel und Teddy
823 Folgen
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Folge vom 15.03.2026So schlecht waren wir noch nie
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Folge vom 08.03.2026Die, in der Esel einen Nasenabdruck von Teddy machtDie, in der Esel einen Nasenabdruck von Teddy macht
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Folge vom 01.03.2026How to pronounce Ortsname in the LandesspracheWenn ich sterbe komm ich in die Hölle, drum genieß ich es noch hier in Kölle. Wohnt ich im Norden, dann wär ich ein Schäfer, Und trünke dazu oft ein Jefer. Doch eigentlich wär das nicht so mein Ding, dann lebte ich lieber in Reading. Vielleicht wär ich da dann ein Schuster, äß mein Hähnchen immer mit Worcester. Ist am Ende der Theo dann futsch, fahr ich halt alleine nach Łódź. Oder ich riskiere nen Hörschaden, dann müsste ich nur nach Saoirse gehn.
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Folge vom 22.02.2026Klarinetten-Karl und Trompeter-PanWir müssen uns auf einen musikalischen Auftritt beim Podstock vorbereiten, daher steht diese Folge ganz im Zeichen der Fortbildung: Heute testen wir, wie viel Musikwissen Teddy zwischen Nasenflöte und Trompete hat. Herr Müller spielt zehn kurze Audio-Schnipsel ab, Teddy muss zuordnen, mitnotieren, umsortieren und dabei möglichst nicht komplett an seinem Vertrauen in die eigene Kompetenz scheitern. Es wird geraten, zurückgespult, neu entschieden, und zwischendurch kurz überlegt, ob man nicht einfach eine Stunde lang nur labern sollte. Zum Nachhören der Beispiele (ohne die zu erratenden Fachwörter) sind hier die Quellen aus der Folge: Wenn Musik so klingt, als wäre jetzt wirklich Schluss – eine Ton- oder Akkordfolge, die eindeutig nach „Ende“ fühlt: https://mymusictheory.com/more-music-theory-topics/audio-examples Ein gehaltener Ton, der leicht in der Tonhöhe wackelt (mal mehr, mal weniger): https://www.youtube.com/watch?v=Kbfy-vHZHWY Derselbe Ton, nur deutlich höher oder tiefer, aber irgendwie „gleich“: https://www.youtube.com/watch?v=3W_9Xd2esyo Töne, die kurz, abgehackt und sauber getrennt kommen, wie musikalisches Tipp-Tipp-Tipp: https://www.youtube.com/watch?v=sfty1bjShBI Ein Ton, der absichtlich ein kleines bisschen „falsch“ ist – und genau dadurch besonders viel Ausdruck bekommt: https://www.youtube.com/watch?v=mXuIIDnaoRE Mehrere Stimmen/Schichten, die gleichzeitig in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen: https://www.youtube.com/watch?v=W-ysscEjZxt4 Zwei oder mehr Töne, die zusammen spannend, kratzig oder unangenehm wirken (aber genau deshalb Emotion machen): https://www.musical-u.com/learn/recognize-intervals-with-consonance-and-dissonance Der Akzent sitzt zwischen den erwarteten Schlägen, also „neben dem Beat“: https://en.wikipedia.org/wiki/Syncopation Eine Tonleiter, in der wirklich jeder Halbton nacheinander drankommt, ohne Lücken: https://www.youtube.com/watch?v=h6Yvuv-1rkw Eine kleine musikalische Figur, die direkt wiederholt wird – nur höher oder tiefer: https://www.youtube.com/watch?v=aHwSDCOUmNI Damit steht dem Podstock und unserem großen musikalischen Ruhm praktisch nichts mehr im Weg. Außer vielleicht der Realität.