
Klassik-Konzerte & Oper
50 Jahre Orchestre de Paris
Im Jahr 1827 stieß Berlioz auf Shakespeare und fühlte sich tief inspiriert. Zehn Jahre lang hegte er den Wunsch, ein eigenes Werk über Romeo und Julia zu schaffen. Anfang 1839 setzte der Komponist diesen Plan schließlich in die Tat um. Das Ergebnis war eine ungewöhnliche Komposition: eine Symphonie, kombiniert mit Gesang und Chor, die er als "dramatische Sinfonie" nannte.
Die Rolle von Bruder Lorenzo vergab er an den Solobass. Solosänger oder der Chor waren dafür zuständig, die Handlung zu schildern oder zu kommentieren, während die Figuren Romeo und Julia ausschließlich durch das Orchester verkörpert wurden. Berlioz meinte, dass die überragende Schönheit dieser Liebe es erforderlich machte, sich auf die Instrumentalmusik zu stützen, da diese eine reichhaltigere und dynamischere Ausdrucksform darstellte.
Die Aufführung der Partitur erfolgt durch ein Trio von Solisten, die im französischen Repertoire von besonderer Bedeutung sind. An der Spitze steht Marianne Crebassa mit ihrem warmen und samtigen Klang, der den hohen Anforderungen dieser außergewöhnlichen Komposition vollauf entspricht.
"50 Jahre Orchestre de Paris" im Überblick
50 Jahre Orchestre de Paris
| Sendezeit | Fr, 13.11.2026 | 20:00 - 22:30 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Konzert" |