Ein fiktives Hörspiel über Fremdenhass
Ein fiktives Hörspiel über Fremdenhass © Lisa Spreckelmeyer / PIXELIO

Hörspiel

Andorra - Eine Parabel über die Auswirkungen von Antisemitismus

"Andorra" von Max Frisch erzählt die Geschichte des jungen Andri, der fälschlicherweise für einen Juden gehalten wird und daher in seinem Heimatland mit Misstrauen und Abneigung konfrontiert wird.

Das Drama "Andorra" von Max Frisch erzählt die Geschichte des jungen Andri, der in seinem fiktiven Heimatland Andorra von den Bürgern fälschlicherweise für einen Juden gehalten wird. Dadurch behandeln sie ihn mit Misstrauen und versteckter Abneigung.

Als eine fremde Macht eines Tages Andorra überfällt, ist es für sie ein Leichtes, die vorhandenen rassistischen Vorurteile der Andorraner zu schüren. Ein grausamer Höhepunkt des Dramas ist die "Judenschau" von Andorra, die auf dem Marktplatz stattfindet. Alle Bewohner werden von den fremden Soldaten zusammengetrieben und müssen ihre Füße zeigen, damit der "Judenschauer" feststellen kann, wer von ihnen Jude ist. Die Parallelen zur Rassenpolitik des NS-Regimes sind deutlich erkennbar. Die Andorraner akzeptieren es widerstandslos, dass Andri weggebracht wird, und jeder findet Ausreden für sein feiges Verhalten. Auch in dieser Hinsicht sind die Ähnlichkeiten offensichtlich.

"Andorra - Eine Parabel über die Auswirkungen von Antisemitismus" im Überblick

Andorra - Eine Parabel über die Auswirkungen von Antisemitismus

von Max Frisch

Mit Peter Brogle, Heidemarie Hatheyer, Peter Ehrlich, Willy Birgel, Gert Westphal

Produktion: 1962

Sendezeit So, 25.02.2024 | 22:00 - 00:00 Uhr
Sendung hr2-kultur "Hörspiel"
Radiosendung