
Hörspiel
Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin
Alfred Döblin, ein Hörspielpionier, wurde durch seinen Roman "Berlin Alexanderplatz" weltberühmt. Das Buch erzählt die Geschichte eines Transportarbeiters in Berlin, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein neues Leben beginnen will.
Alfred Döblin, der sich aktiv an der Entwicklung von Hörspielen beteiligte, erlangte Weltruhm durch seinen Roman "Berlin Alexanderplatz" (1929). Das Werk ist ein Epos über das Leben eines Transportarbeiters in Berlin und beschreibt seinen Versuch, nach seiner Entlassung aus der Haft ein "anständiges" Leben zu führen.
Trotz seines Bemühens gerät er jedoch erneut auf die schiefe Bahn, landet wieder im Gefängnis und schließlich auch in einer psychiatrischen Anstalt. Seine Geschichte endet mit ihm als Hilfsportier, körperlich und geistig zerrüttet.
Nach Adolf Muschg markiert der Stil von "Berlin Alexanderplatz" den Durchbruch der neuen Romanform in Deutschland, welche von Joyce und Dos Passos begründet wurde. Es ist ein chaotisches Meisterwerk, welches sowohl Himmel als auch Hölle umfasst: vulgär und erhaben zugleich; formlos und grandios aufgebaut; gleichzeitig lax und streng; feindlich gegenüber Kunst und berauscht von Rhythmen und Melodien.
"Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin" im Überblick
Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin
von Alfred Döblin
Mit Walter Richter, Sigurd Lohde, Siegfried Wischnewski, Katja Kessler
Produktion: 1958
Sendezeit | So, 03.12.2023 | 22:00 - 23:05 Uhr |
Sendung | hr2-kultur "Hörspiel" |