
Klassische MusikKlassik-Konzerte & Oper
Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt
Nikolaj Szeps-Znaider beschreibt seine Rolle als Dirigent so, dass er die Gelegenheit erhält, mit einem "enorm großen Werkzeug" zu arbeiten, während er als Violinist ein deutlich kleineres zur Verfügung habe. Er ist in beiden Disziplinen versiert und zählt zu den wenigen Künstlern, die sowohl als Violinsolist als auch als Orchesterleiter gleichermaßen erfolgreich sind – und oft beides in einer Veranstaltung zeigen, wie es der Fall bei diesem Konzert des hr-Sinfonieorchesters ist.
Der in Kopenhagen geborene Musiker, dessen Familie polnische Wurzeln hat, erklärt seine Vielseitigkeit damit, dass er stets neugierig war und die reichhaltige Literatur für Orchester und Oper vorher nur als Zuhörer kannte. Das Repertoire für Solovioline erschien ihm letztlich zu beschränkt. Diese Begrenztheit entspricht nicht seinem Verständnis von Musik, da er, selbst bei vertrauten Violinkonzerten wie dem bekannten g-Moll-Stück von Max Bruch, sehr bedacht und offen agiert.
Szeps-Znaider hinterfragt jede einzelne Note im Hinblick auf ihren Platz im Gesamtwerk, was für ihn bedeutet, dass es sich beim Spielen anfühlt, als würde er das Werk neu entdecken. Dieser Ansatz sorgt für ständige Frische und ergibt nie Langeweile. In diesem Konzert tritt er sowohl als Geiger als auch als Dirigent mit zwei absoluten Meisterwerken auf: Bruchs erstem Violinkonzert und Dvořáks siebter Symphonie. Zudem präsentiert er eine unerwartete Komposition der Komponistin Unsuk Chin, die als "Composer in Residence" auftritt.
"Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt" im Überblick
Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt
von Chin, Bruch, Dvořák
Mit Leitung: Nikolaj Szeps-Znaider, Violine
Großen Saal, Alten Oper Frankfurt
06.03.2026
| Sendezeit | Fr, 06.03.2026 | 20:00 - 23:00 Uhr Da die Sendung live übertragen wird, können sich Anfang/Ende der Sendung verschieben! |
| Sendung | hr2-kultur "Konzertsaal" |