Ein Hörspiel zu den Studentenprotesten von 1968
Ein Hörspiel zu den Studentenprotesten von 1968 © Holger Dieterich / freeimages.com

Hörspiel

"De Tod isch grüen" von Ernst Kappeler

Im Jahr 1968, bevor die Studentenunruhen auch die Schweiz erreichten, wurde ein Hörspiel gesendet, das die damalige gesellschaftliche Lage eindrucksvoll widerspiegelte. Dort prallte die Starrheit des patriarchalen Systems auf die Dynamik des sich neu entwickelnden Individualismus. Eine Eskalation drohte.

Im März des gleichen Jahres wurde "De Tod isch grüen" geschaffen. Ernst Kappelers Werk gewann bei einem Mundarthörspiel-Wettbewerb und verdient diese Anerkennung, da es ein bedeutendes Zeitzeugnis der Fiktion im SRF-Radioarchiv darstellt. Es hat nichts an seiner Relevanz verloren.

Der Suizidversuch einer Schülerin zieht Konsequenzen für ihren Lehrer, die Bildungsstätte und das gesamte Dorf nach sich. Die gewöhnlichen gesellschaftlichen Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Schnell wird ein Verantwortlicher gesucht und gefunden: Der Lehrer, dessen Unterrichtsmethoden manchmal von der Norm abweichen.

Dieser Pädagoge wird wie ein Krimineller von der Schulkommission befragt. Doch insgeheim hat er sich längst in eine eigene Gedankenwelt zurückgezogen. Seine Sicht der Dinge stimmt nicht mit der seiner Mitmenschen überein und passt nicht in das offizielle Curriculum.

""De Tod isch grüen" von Ernst Kappeler" im Überblick

"De Tod isch grüen" von Ernst Kappeler

von Ernst Kappeler

Mit Fred Tanner, René Scheibli, Valerie Steinmann, Paul Bühlmann, Alfred Schlageter

Produktion: 1968

Sendezeit Fr, 10.07.2026 | 20:03 - 21:00 Uhr
Sendung SRF 1 "SRF 1 Hörspiel"
Radiosendung