Der Angeklagte ist der festen Überzeugung, dass die Liebe einen Nutzen haben muss.
Der Angeklagte ist der festen Überzeugung, dass die Liebe einen Nutzen haben muss. © Johan van den Berg / freeimages.com

Hörspiel

"Der gute Gott von Manhattan" von Ingeborg Bachmann

Der gute Gott von Manhattan steht vor Gericht, da er beschuldigt wird, das Mädchen Jennifer in einem Hotelzimmer in New York durch eine Bombenexplosion getötet zu haben.

Der Angeklagte erklärt dem Richter, dass er sich mit dieser Tat sowie allen anderen Taten nur zum Anwalt der beruhigenden Weltordnung gemacht hat. Diese Ordnung wurde durch die unkontrollierbare Liebe der Getöteten bedroht.

Des Weiteren erzählt er dem Richter die Geschichte von Jennifers Liebe zu Jan, um zu verdeutlichen, dass diese Art von Liebe verderblicher für die Ordnung ist als jedes Verbrechen oder jede Ketzerei. Die Liebe zwischen Jennifer und Jan konnte an nichts mehr gemessen werden und war nicht vergleichbar mit irgendetwas anderem. Dies machte sie zur größten Bedrohung für die bestehende Ordnung.

""Der gute Gott von Manhattan" von Ingeborg Bachmann" im Überblick

"Der gute Gott von Manhattan" von Ingeborg Bachmann

von Ingeborg Bachmann

Mit Charles Regnier, Kaspar Brüninghaus, Martin Benrath, Gustl Halenke, Joachim Heege, Kurt Beck

Produktion: 1958

Sendezeit So, 07.06.2026 | 15:05 - 17:00 Uhr
Sendung Bayern 2 "Hörspiel"
Radiosendung