James Dean kam mit 24 Jahren bei einem Autounfall ums Leben
James Dean kam mit 24 Jahren bei einem Autounfall ums Leben © Wikimedia Commons

Hörspiel

Der Tod des James Dean - Ein düsteres Amerikabild als Hörspiel

James Dean war für viele mehr als ein Schauspieler - er war ein Statussymbol und Aushängeschild der 'Lost Generation'. "Der Tod des James Dean" ist somit auch mehr als nur ein Hörstück über James Dean, sondern beinhaltet Allen Ginsberg, Jazz und weitere Soundschnipsel aus der Zeit.

"Der Tod des James Dean" ist eines der berühmtesten Hörspiele aus der Nachkriegszeit. Andersch hatte in der Kriegsgefangenschaft in den USA neue Lyrik und Prosa-Stile kennen gelernt, die er dem deutschen Literaturpublikum in den 50er Jahren vorstellen wollte.

In der bislang unbekannten Form der Rundfunkmontage präsentierte Andersch ein düsteres Amerikabild. Es stützte sich auf beat poetry von Allen Ginsberg ("Das Geheul"), auf die Lyrik der 'lost generation', auf literarisch-journalistische Reportagen wie Robert Lowrys Boxkampfbericht und die passionierte Darstellung vom Tod des James Dean von John Dos Passos. Zusammen mit der coolen Jazzmusik von Miles Davis stellte Andersch in einem popkulturellem Kontext eine finstere Jugend vor, die er auch in Deutschland heranwachsen sah.

Knapp vierzig Jahre später präsentierte der BR eine Neuinszenierung des Andersch-Klassikers unter einem neuen und popkulturell grenzüberschreitenden Blickwinkel. Die finstere Jugend Amerikas hatte sich inzwischen in Deutschland eine Stimme über Generationen verschafft und Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann, Wolf Wondratschek und Rainald Goetz hervorgebracht.

Ihre Texte, ihre Musik und Medien sind Popkultur. Die Zeit für ein Remake von "Der Tod des James Dean" schien günstig.

"Der Tod des James Dean" im Überblick

Der Tod des James Dean

von Alfred Andersch

Produktion: 1997

Sendezeit Mi, 27.09.2017 | 19:04 - 20:00 Uhr
Sendung WDR 3 "Hörspiel"
Radiosendung

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