
Hörspiel
"Die Brücke von Berczaba" - Nach einer Episode aus Heinrich Bölls Roman "Wo warst du, Adam?"
"Die Brücke in Berczaba" ist Heinrich Bölls Hörspielfassung einer Episode aus dem Roman "Wo warst du, Adam?". Darin zeigt der Autor die Absurditäten des Krieges auf: In einem slovakischen Ort sprengen Partisanen eine Brücke. Ein deutscher Trupp baut sie wieder auf, um sie dann erneut zu sprengen.
In einem kleinen slovakischen Gebirgsort wurde zu Kriegsbeginn von den Partisanen eine Brücke gesprengt, die ein Flüsschen überspannte.
Im Oktober 1944 rückt ein deutscher Trupp an, um sie mit deutscher Gründlichkeit wie für die Ewigkeit wieder aufzubauen.
Angesichts der immer näher rückenden russischen Front wollen Flüchtlingsströme die Brücke überqueren. Das wird ihnen mit Waffengewalt verwehrt, da die Brücke noch nicht vorschriftsmäßig abgenommen wurde. Schließlich ergeht der Befehl an den Trupp, sie wieder zu sprengen - ebenso präzise wie beim Aufbau.
Zum Autor
Heinrich Böll, geboren 1917 in Köln, gestorben 1985, gilt mit seinen Romanen und Erzählungen als einer der wichtigsten deutschen Nachkriegsautoren. Sein moralisches Engagement machte ihn vielfach zum Gewissen der alten Bundesrepublik. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Für das Hörspiel hat er diese Episode aus seinem 1951 erschienenen Roman "Wo warst du, Adam?" neu ausgearbeitet.
"Die Brücke von Berczaba" im Überblick
Die Brücke von Berczaba
von Heinrich Böll
Mit Horst Niendorf, Günther Pfitzmann, Maria Schanda u.a.
Produktion: 1953
| Sendezeit | Do, 07.05.2015 | 19:45 - 20:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Hörspiel" |