Kultur & Gesellschaft
Die Buch. Der feministische Buchpodcast Folgen
Wir sprechen über Bücher von Frauen aus einer feministischen Perspektive. Bei uns bekommt ihr neben spannenden Buchtipps auch inspirierende Interviews mit Autorinnen und Aktivistinnen zu hören. Wir sprechen nicht nur über Feminismus und Literatur, sondern auch über alle anderen Themen, die Frauen bewegen - von der Klimakrise über Rassismus und Sexismus, von Aktivismus über Krieg und Flucht bis zu psychischer Gesundheit, Sexualität und Liebe. In unserem "Klassikerinnen"-Projekt stellen wir euch außerdem literarische Klassiker von Frauen vor, die ihr bestimmt nicht in der Schule gelesen habt, aber unbedingt in den Kanon gehören.
Folgen von Die Buch. Der feministische Buchpodcast
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Folge vom 30.10.2024115 Agatha Christie und Margaret Oliphant - Was Geistergeschichten über das Schreiben von Frauen verratenTW: Grusel, Tod, Verlust Was macht eine gute Geistergeschichte aus? Es braucht einen Geist, aber genauso wichtig ist die rationale Figur, die versucht die Existenz des Geistes mithilfe von Vernunft abzutun. Darin zeigt sich, wie in der Geistergeschichte das Rationale und Irrationale, das Reale und Übernatürliche aufeinander treffen. In unserer Folge erzählen wir zwei konkrete Geschichten: Agatha Christie, die "Queen of Crime", hat sich auch an die Geistergeschichte gewagt. In "The Lamp" erzählt sie die Geschichte eines Spukhauses, in das die bodenständige Mrs Lancaster und ihre Familie zieht. Ob sie der Geist eines verstorbenen Kindes dennoch das Fürchten lehren wird? Margaret Oliphant beschreibt in "The Library Window" die Einsichten eines Mädchens, das zwischen Tag und Nacht glaubt, eine schemenhafte Gestalt durch das Fenster des gegenüberliegenden Gebäudes zu sehen. Wie die Geschichte ausgeht, könnt ihr hier lesen: http://public-library.uk/ebooks/56/38.pdf Zum Abschluss stellen wir uns die Frage, wie Autorinnen das Genre der Geistergeschichte geprägt haben und warum sie aus der Literaturgeschichte verschwunden sind. Gutes Gruseln! Weiterlesen: David Barnett, "Unquiet spirits: the lost female ghost-story writers returning to haunt us", The Guardian, 22.10.2020. Julia Briggs, Night Visitors. The Rise and Fall of the English Ghost Story, Faber 1977. Vanessa D. Dickerson, Victorian Ghosts in the Noontide. Women writers and the Supernatural, University of Missouri Press 1996. Melissa Edmundson, Women's Weird: Strange Stories by Women, 1890-1940, Handheld Classics 2019. Simon Hay, A History of the Modern British Ghost Story, Palgrave Macmillan 2011. Margaret Oliphant, "The Library Window", Public Library UK. Oxford Dictionary of Literary Terms (4th ed.), "Ghost Stories"
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Folge vom 16.10.2024114 Interview! Wie macht frau ein Buch? Mit Gerlinde Hacker und Dorothea Pointner von igfemDie Texte der Anthologie "Störfeuer" sind in den Schreiblaboren der IG feministische Autorinnen ≠igfem entstanden und in einem rundum feministischen Projekt nun als Buch erschienen. Wie sich feministische Autorinnen bei ≠igfem zusammenschließen, wie eine Leseliste den Schulkanon umkrempeln soll und wie auch ihr mitmachen könnt, erfahrt ihr in dieser Folge.
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Folge vom 02.10.2024113 Zu belehrend? "Und alle so still" von Mareike FallwicklCare Arbeit, kritische Infrastruktur und die Arbeit von Frauen: "Und alle so still" von Mareike Fallwickl legt den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft. Wir folgen den Geschehnissen aus den Perspektiven einer Influencer, einer Pflegerin, und eines jungen Mannes, der sich mit prekären Jobs über Wasser hält. Doch warum löst dieser Roman auch Widerstand bei uns aus? Was ist der Unterschied zwischen Aktivismus und Literatur? Und kann Feminismus zu missionarisch sein? Dem gehen wir in dieser Podcast Folge nach. ***KOMM ZUM "DIE BUCH-CLUB*** Es ist wieder soweit - der Die Buch-Club trifft sich am 29.10. um 19 Uhr online, um Bücher von Frauen zu besprechen. Dabei lernst du nicht nur andere Lesebegeisterte und feministische Buchliebhaber*innen kennen, sondern kannst dich mit uns über deine Lieblingsbücher und unsere Podcast-Bücher austauschen. Wir sprechen außerdem über "Einige Herren sagten etwas dazu" von Nicole Seifert. Wie kannst du mitmachen? Werde Steady-Mitglied von Die Buch. Mehr dazu findest du auf steadyhq.com/diebuchpodcast!
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Folge vom 18.09.2024112 Wie feministisch ist True Crime? "The Red Parts" und "Jane: A Murder" von Maggie NelsonTW: Gewalt gegen Frauen, Mord Maggie Nelson setzt sich in dem Gedichtband "Jane: A Murder" mit dem gewaltvollen Tod ihrer Tante als junge Studentin auseinander. Gerade als "Jane" erscheint, erfährt sie, dass der ungeklärte Fall um ihren Mord wieder aufgenommen wurde. In "The Red Parts: Autobiography of a Trial" begleitet sie den Prozess, in dem der Mörder ihrer Tante gefunden werden soll und verwebt den Bericht mit Erzählungen über ihr eigenes Aufwachsen. Sie wirft nicht nur einen kritischen Blick auf True Crime, sowie die fiktionalisierte Darstellung von Gewalt gegen Frauen, sondern zeigt auch, wie belastend das Nacherzählen von Gewalt für Betroffene und Angehörige sein kann. Weiterlesen: Aminatta Forna, "Nadine Gordimer helped me see how fiction writing can illuminate reality", The Guardian, 20.8.2013.