
LiteraturLesung
"Die Eisenbahn" von Hans Christian Andersen
Hans Christian Andersen beschrieb sich selbst häufig als jemanden, der die Natur eines Zugvogels in sich trug. Diese Sichtweise wird unter anderem durch seine 29 Reisen ins Ausland unterstrichen, die insgesamt neun Jahre seines Lebens in Anspruch nahmen und ihn damit zum am weitesten gereisten dänischen Autor seiner Ära machten.
Der Märchenerzähler fand Gefallen nicht nur an den beschaulichen Fahrten mit der Postkutsche und der Romantik der Segelschiffe, sondern war auch von den neuen Eindrücken begeistert, die ihm die Welt im Vorüberfliegen zeigte. Diese Erfahrungen ließen ihn sich selbst wie einen mächtigen Magier aus alten Zeiten fühlen.
In diesem Zustand störte ihn die nüchterne, mathematische Logik der Techniksysteme keineswegs, sondern löste für ihn den möglichen Konflikt zwischen moderner Technik und Poesie auf. Dampfmaschinen und Lokomotiven fügten sich mühelos in die Märchenwelt Andersens ein. Seine erste Erfahrung mit einer Eisenbahnfahrt schildert er in allen erdenklichen Details, die ihm auffielen und die erklärt werden mussten, um das Erlebnis für jemanden, der mit der Eisenbahn nicht vertraut ist, verständlich zu machen. Dabei wird diese Reise zu einem wahrhaft fantastischen Erlebnis.
""Die Eisenbahn" von Hans Christian Andersen" im Überblick
"Die Eisenbahn" von Hans Christian Andersen
von Hans Christian Andersen
Mit Rolf Hoppe
Produktion: 1996
| Sendezeit | Fr, 11.07.2025 | 14:00 - 14:30 Uhr |
| Sendung | MDR KULTUR "Die Klassikerlesung" |