Die ersten Regenfälle nach der langen Trockenphase haben Ende Juli die Herzen in Vorfreude auf eine doch noch gute Ernte höher schlagen lassen. Doch brachte der Wetterwechsel nicht den erhofften Segen, sondern Dauerregen über Wochen hinweg mit kühlen Temperaturen und schweren Unwettern. Die goldenen reifen Felder verwandelten sich in schwarze, unbefahrbare Flächen. Das Ausmaß der Qualitätseinbußen ist groß, wenngleich sich der Deutsche Bauernverband mit Prognosen über den Anteil von unbrauchbarem Weizen und Roggen zurückhält. Dafür wollen wir im DLG-Podcast "Ernte 2023: Zwischen Hoffen und Bangen" eine erste Bestandsaufnahme starten.
So gibt Dr. Richard Volz, Bereichsleiter Agrar bei der ZG Raiffeisen in Karlsruhe, einen Überblick über die Ernte vor und nach dem Regen. Eine ausgewiesene wissenschaftliche und praktische Expertin in der Land- und Mühlenwirtschaft ist Konstanze Fritzsch, verantwortlich für den Getreideeinkauf und die Anbauberatung der Saalemühle und der Dresdner Mühle. Sie ist eine Top-Referentin auf den DLG-Unternehmertagen am 6. September 2023 in Magdeburg. Vorab wird sie uns im DLG-Podcast zur Ernte 2023 auf den Spagat zwischen Düngeverordnung und Backqualität einstimmen. Und so viel sei verraten, die beiden Mühlen tun alles in ihrer Macht Stehende, um eben keinen Landwirt mit vollem Wagen wieder von der Gosse auf den Hof zu schicken. Doch bekommt keiner die Qualität geschenkt. Ein wichtiges Kriterium ist die Wahl der richtigen Sorte. Freuen sie sich auf spannende Informationen im DLG Podcast: "Ernte 2023: Zwischen Hoffen und Bangen."
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DLG-Podcast Landwirtschaft ist der Podcast für alle Landwirte. Gemeinsam mit Experten aus dem DLG-Netzwerk werden Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Land- und Agrarwirtschaft diskutiert.
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Folge vom 25.08.2023Ernte 2023: Zwischen Hoffen und Bangen
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Folge vom 19.06.2023Erfolgreicher Ackerbau, Teil 3: Druschtechnik – nach der Ernte ist vor der ErnteVor der anstehenden Ernte widmen wir uns in der dritten Folge der Technik. Und nicht irgendeiner Technik, sondern der alles entscheidenden Technik im Sommer – dem Mähdrescher. Denn auch hier gibt es wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Ernte zu beachten. Angefangen bei der „Auswinterung“ des Mähdreschers über die Rolle des Schneidwerkes für die Dreschleistung bis hin zum Umgang mit Druschverlusten. In der ersten Juniwoche hat sich Moderator Dr. Bruno Görlach, Bereichsleiter für Pflanzenproduktion und Außenwirtschaft, mit zwei Experten aus dem DLG-Netzwerk unterhalten. Mortimer von Rümker, Ackerbauer bei Gotha, und Prof. Dr. Thomas Rademacher, Professor für Landtechnik an der Technischen Hochschule Bingen, standen Rede und Antwort. Fest steht: Nach der Ernte ist vor der Ernte – ordentliches Einwintern ist die halbe Miete! Und trotz jeglicher technischer Unterstützung, darf die händische Kontrolle der Druschverluste nicht vergessen werden. Der Podcast lässt sich in drei Abschnitte unterteilen: Teil 1: Bis Minute 35 – Vorbereitung der Maschine für die Ernte Teil 2: Minute 35 bis Minute 54 – Erster Druschtag Teil 3: Ab Minute 54 – Druschverluste und Strohverteilung
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Folge vom 22.05.2023Erfolgreicher Ackerbau, Teil 2: Fungizideinsatz – quo vadis?Ein spannender fachlicher Austausch über die aktuelle Lage im Feld, die Wirkstoffsituation und Resistenzbildung aber auch über vorbeugende Maßnahmen und den Nutzen von Prognosemodellen. Ganz nach dem Motto „Ackerbauliche Grundlagen als Fundament des Erfolgs“. In Zeiten von Diskussionen über 50 % Pflanzenschutzmittelreduktion, Wirkstoffwegfall und Wirkstoffresistenzbildungen sind nicht nur Herbizide sondern auch Fungizide von betroffen. Daher spricht Moderator Dr. Bruno Görlach, Bereichsleiter Pflanzenproduktion und Außenwirtschaft, in der zweiten Folge mit Dr. Bernd Rodemann, stellvertretender Institutsleiter Pflanzenschutz am Julius-Kühn-Institut, und Stephan Weigand, Leiter der Arbeitsgruppe „Agrarmeteorologie, Warndienst, Krankheiten in Getreide“ am Institut für Pflanzenschutz der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, über den gezielten Umgang mit Fungiziden im Getreide. Fest steht: Die Situation wird nicht einfacher, ist aber bei weitem noch nicht hoffnungslos.
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Folge vom 25.04.2023Öko-Ackerbau ohne Pflug: Realistische Option oder pure Phantasie?Pflugloser Ackerbau bietet Vorteile auch im ökologischen Landbau: Höhere Wasserhaltefähigkeit des Bodens, geringerer Energiebedarf bei der Bewirtschaftung, ein aktiveres Bodenlebens und eine verstärkte Humusbildung sprechen für pfluglose Verfahren. Eine Herausforderung besteht in der Regulierung von Beikräutern. Mit einer ausgeklügelten, vielfältigen Fruchtfolge, ganzjähriger Bodenbedeckung und einer flachsortierenden Bodenbearbeitung kann sie gelingen. Zudem müssen Öko-Landwirte die für ihren Standort passende Technik finden und einsetzen. Zudem kommt es darauf an, Grundsätze der pfluglosen Bodenbearbeitung – bspw. hinsichtlich der Bearbeitungstiefe und der Anzahl von Überfahrten – zu kennen und konsequent anzuwenden. Im DLG-Podcast Landwirtschaft besprechen wir mit Jan Wittenberg, Bio-Bauer und Ackerbauberater bei Treffler, darüber, wie pflugloser Ackerbau gelingt. Jan Wittenberg arbeitet seit 25 Jahren pfluglos und gibt Einblicke in sein Konzept und die do´s und dont´s des ökologischen Ackerbaus ohne Pflug.