Eine Novelle vom letzten Tag im Leben eines Irren
Eine Novelle vom letzten Tag im Leben eines Irren © Mlenny / iStock.com

Hörspiel

Eine pathologische Studie: "Der Irre" nach Georg Heym

Der expressionistische Dichter und Erzähler Georg Heym erzählt in dieser 1911 geschriebenen, postum 1913 veröffentlichten Novelle vom letzten Tag im Leben eines Irren. Schonungslos beschreibt er dabei das brutale und gnadenlose Vorgehen der Figur und versucht so, Wahnsinn greifbar zu machen.

Georg Heym schildert den lezten Tag im Leben eines Irren als pathologischen Fall in all seiner schonungslosen Brutalität.

Von der verrückten Gnadenlosigkeit seiner Handlungen bis zur gnadenlosen Antwort der Gesellschaft gibt der Dichter einen Einblick in die Abgründe des Wahnsinns.

Heym nutzt dabei ohne Wertung immer wieder die Innen-Perspektive als Darstellungsmittel, um die Phänomene des Hässlichen, Irrationalen, Asozialen, Subjektiven und Unmoralischen faszinierend wie schockierend zum Ausdruck zu bringen.

Zum Autor

Georg Heym (1887-1912) zählt mit seinem schmalen Prosa- und Dichtungswerk zu den Frühvollendeten des deutschen Expressionismus. Er ertrank im Alter von 24 Jahren bei einer Schlittschuhpartie auf der Havel.

"Der Irre" im Überblick

Der Irre

von Georg Heym

Mit Christian Redl und Martin Rentzsch

Produktion: 2012

Sendezeit Do, 05.11.2015 | 19:45 - 20:00 Uhr
Sendung SWR Kultur "Hörspiel"
Radiosendung