Hörspiel
Elfriede Jelinek: Neid (1) | Teil 1 von 10
Fortsetzungsroman, Bekenntnisliteratur, Künstlerinnenroman, Autobiografie, Internet-Tagebuch – Elfriede Jelineks Literatur sträubt sich seit jeher gegen eindeutige Zuschreibungen und mit ihrem aktuellen Roman Neid ist das nicht anders.
Zwischen dem 3. März 2007 und dem 24. April 2008 hat die Autorin ca. 936 Seiten Text unter der Gattungsbezeichnung „Privatroman“ online gestellt. Privat ist der Text zunächst deshalb, weil er unabhängig von einem Verlag direkt dem Leser übereignet wird. Dieser soll das Werk gar nicht erst ausdrucken, sondern laut Gebrauchsanweisung am Bildschirm eines Computers, eines E-Books oder am Display eines Handys lesen, kurz: damit machen, was er will.
Untot sind die Ich-Erzählerin, ihre Hauptfigur Brigitte K. oder auch die Opfer in der nationalsozialistischen Vergangenheit des Ortes Erzberg, dem fiktiven Schauplatz des Romans. Hier wird nach dem Niedergang des Erzbergbaus und dem Abbau von Arbeitsplätzen um Einwohner und Touristen gekämpft. In Erzberg lebt auch Brigitte K., Geigenlehrerin, betrogene Ehefrau, hintergangene Geliebte und phantomhafte Protagonistin des Romans.
"Elfriede Jelinek: Neid (1)" im Überblick
Elfriede Jelinek: Neid (1)
von Elfriede Jelinek
Mit Sophie Rois und Elfriede Jelinek
Produktion: 2011
| Sendezeit | Mo, 10.10.2011 | 15:05 - 16:00 Uhr |
| Sendung | Bayern 2 "Hörspiel" |
