Die Tagebücher von Einar Schleef in Höspielfassung
Die Tagebücher von Einar Schleef in Höspielfassung © Marcel Hol / freeimages.com

Hörspiel

Entweder bin ich irr oder die Welt

Das riesige Plakat flammt am Schachtgerüst auf, bevor es hinabfällt. Eilig mache ich mich nach Hause auf, während gepanzerte Fahrzeuge vor dem Haus Stellung beziehen. Der Tag ist der 17. Juni 1953 in der DDR.

Der damals erst neunjährige Einar Schleef berichtet: "Zu Mittag. Keiner sagt ein Wort. Mein Vater beugt sich vor, während meine Mutter mit dem Löffel isst. Wir schauen uns kurz an, dann wendet er den Blick ab."

Dass das letzte bedeutende Werk von Einar Schleef heute noch existiert, haben wir seiner Mutter zu verdanken. Sie bewahrte die Tagebuchnotizen ihres Sohnes im Kohlenkeller auf, nachdem er 1976 die DDR verlassen hatte. Dadurch blieben die Aufzeichnungen erhalten, die Schleef bis zu seinem Lebensende ständig weiterführte, überarbeitete und ergänzte.

"Entweder bin ich irr oder die Welt" im Überblick

Entweder bin ich irr oder die Welt

von Einar Schleef

Mit Sylvester Groth, Angelica Domröse

Produktion: 2006

Sendezeit So, 20.07.2025 | 18:20 - 20:00 Uhr
Sendung SWR Kultur "Hörspiel"
Radiosendung