Viele Jahre lang sammelte Heimrad Bäcker schriftliche Zeugnisse des Nationalsozialismus und Holocaust
Viele Jahre lang sammelte Heimrad Bäcker schriftliche Zeugnisse des Nationalsozialismus und Holocaust © freeimages.com

Hörspiel

"Epitaph" - Auseinandersetzung mit der "nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie"

Der österreichische Autor und Herausgeber Heimrad Bäcker sammelte fast zwanzig Jahre lang schriftliche Dokumente der "nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie". Unter anderem mit den Mitteln der Konkreten Poesie bearbeitete er sie, um Schrecken und Grauen des Dritten Reichs sichtbar zu machen.

Heimrad Bäcker, österreichischer Autor und Verleger, starb im Mai 2003 in Linz im Alter von 78 Jahren.

Sein Lebenswerk und literarischer Nachlass ist eine "Nachschrift" des Nationalsozialismus und des Holocaust. Mit den Methoden der Konkreten Poesie bearbeitete Becker schriftliche Zeugnisse der unbeschreibbaren "nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie" und Sprach- und Aktenmaterial des Dritten Reiches.

Ein Prozess, der die verschleiernde und vertauschende Sprachverwendung totalitärer Systeme verdeutlicht.

Gemeinsam mit dem Autor hat Ronald Steckel aus veröffentlichten und unveröffentlichten Texten das Hörspiel "Epitaph" zusammengestellt. "Was geschehen ist, ist mit den Formen der Literatur, die diesseits des Schreckens entwickelt wurden, nicht zu erfassen. Und doch muss (man hat keine Wahl) eine Methode gefunden werden, die der negativen Monumentalität adäquat ist." (Heimrad Bäcker)

"Epitaph" im Überblick

Epitaph

von Heimrad Bäcker

Mit Martin Engler, Arne Fuhrmann, Max Hopp, Kathleen Morgeneyer, Linda Olsansky, Maria Simon, Christoph Tomanek

Produktion: 2003

Sendezeit So, 13.09.2015 | 18:20 - 20:00 Uhr
Sendung SWR Kultur "Hörspiel"
Radiosendung