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Oldies gemischt80er JahreMusiker-Porträt

Erinnerungen an Jerry Garcia von Grateful Dead

Anfang der 90er Jahre litt Amerika unter ersten wirtschaftlichen Nöten. Erstaunlicherweise galt damals ausgerechnet eine ehemals chaotische Hippie-Band als Garant für Beständigkeit und Zuverlässigkeit, einfach, weil man bei ihr immer bekam, was man erwartete: Grateful Dead. Trendfrei und ohne Verdruss tourte der kalifornische Musikzirkus der "dankbaren Toten" durch die Lande.

Überall ausverkaufte Konzerte, mit denen sie mühelos pro Jahr zwanzig Millionen Dollar verdienten, und das 25 Jahre nach ihrer Gründung. Trotz herber Schicksalsschläge und kreativer Pausen: Bandboss Jerry Garcia und seine Bandkommune blieben bestehen. Mit nur neun Fingern spielte er atemberaubendere Gitarrenläufe als manch junger Kollege.

Eine mühelose Verbindung von Bluegrass, Folk und Rock in psychedelischem Gewand und endlosen Improvisationen. 26 Alben, 1.700 Konzertmitschnitte und noch mehr Bootleg-Alben. Nach fünf Jahren als Solokünstler starb Garcia 1995 überraschend kurz vor seinem 53. Geburtstag an Herzversagen. "Meine Musik ist ein Spiegel meiner Persönlichkeit", sagte er kurz zuvor. In diesem Sommer wäre er siebzig geworden.

Jerry Garcia im Überblick

Sendezeit Sa, 28.07.2012 | 23:05 - 00:00 Uhr
Sendung NDR Info "Nachtclub Classics"
Radiosendung