Die Mutter beutet die Arbeit des Kindes aus.
Die Mutter beutet die Arbeit des Kindes aus. / "sweet-son-1428722" © doriana_s / freeimages.com

Hörspiel

Erinnerungen einer Überflüssigen | Teil 1 von 2

Teil 1/2 | Lena Christ beschreibt ihr Leben als Frau im katholischen Bayern vor über 100 Jahren. Die Mutter holt das uneheliche und ungewollte Kind mit acht Jahren von den geliebten Großeltern aus dem dörflichen Glonn zu sich nach München, damit sie dazu verdient. Nun beginnt ein schwieriger Weg.

Die Mutter wird nicht müde, der Tochter ihre uneheliche Existenz vorzuwerfen, sie zu misshandeln und ihre Arbeitskraft auszunutzen. Lena geht ins Kloster, um in eine bessere Lage zu kommen, arbeitet schließlich als Hausmädchen bei wohlhabenden Leuten und kommt dann doch zur Mutter und zum Stiefvater zurück.

Während ihres Lebens bewegt sich ihr Verhältnis zu ihrer Mutter zwischen starker Zuneigung und heftiger Abscheu. Die erwachsene Lena Christ zeichnete 1912 mit eindringlicher und direkter Sprache das Bild des Lebens einer Frau im katholischen Bayern auf dem Land und in der Stadt um die Jahrhundertwende. Dabei ist "Erinnerungen einer Überflüssigen" keine reine Autobiografie, sondern fügt den literarisch eigenen Erlebnissen gesellschaftliche Beobachtungen hinzu.

"Erinnerungen einer Überflüssigen" im Überblick

Erinnerungen einer Überflüssigen

von Lena Christ

Mit Brigitte Hobmeier, Helena Schrei, Sarah Camp

Produktion: 2020

Sendezeit So, 19.09.2021 | 15:05 - 16:00 Uhr
Sendung Bayern 2 "Hörspiel"
Radiosendung

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