„Wappnen können Sie vergessen!“, hat der Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist Harald Welzer im letzten „freigeistern!“-Gespräch gesagt. Unvergessen ist seine Kampfansage an die Dummheit. Bücher sind als Gegenmittel unersetzlich. Sie machen stark, sie machen klüger. Das Bilderbuch „Nicht sehr lang her, nicht sehr weit weg“ liefert das so notwendige Wissen zum Holocaust. Das Kinderbuch „Keine Party ist auch keine Lösung“ nimmt sich eines Ortes an, der viel zu lang übersehen wurde: Jagoda lebt mit ihrer Mutter im Frauenhaus. Außerdem fühlt die Illustratorin und Comicexpertin Lena Winkel einem neuen Kindercomic aus dem Kibitz Verlag auf den Zahn. Das Sachbuch „Als Pippi nach Deutschland kam. Ein Buch voller Krummeluspillen, Spunk und Plutimikation“ feiert den 80. Geburtstag der weltberühmten Buch-Heldin, die bis heute zum Vorbild taugt. Das neue „Lesen und lesen lassen“ ermutigt und mutet zu - das Ergebnis: ein vielseitiges, wegweisendes „erinnerungsgeistern“.
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Hier geht es um Kindheit und Kinderbücher, um Bilderbücher, Jugendbücher und um Bücher für alle. Zweimal im Monat, am Donnerstag, lädt die Literaturkritikerin und Kinder- und Jugendbuch-Expertin Christine Knödler ein zu spannenden Themen und Gesprächen zur Literatur und zum Lesen. Es gibt Buch-Tipps und manchmal Verrisse – und hier kommen die zu Wort, die schreiben, zeichnen, lesen. Frei, geistreich, begeisternd: einfach freigeistern!
Folgen von freigeistern! Der Podcast für Kinder- und Jugendliteratur
137 Folgen
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Folge vom 30.05.2025erinnerungsgeistern - Lesen und lesen lassen
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Folge vom 15.05.2025Harald Welzer – erinnerungsgeisternAm 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. 80 Jahre sind seit der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus vergangen – heute ist die Demokratie erneut in Gefahr. „Nie wieder“ braucht ein solides Fundament, es braucht Wissen zum Holocaust. „Nicht sehr lang her, nicht sehr weit weg. Ein Buch über den Holocaust“ von Carla Infanta Gabor liefert genau dieses Wissen für Kinder. Entdeckt hat es der Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist Harald Welzer - jetzt ist er Gast der 104. „freigeistern!“-Folge „erinnerungsgeistern“. Ein Gespräch mit dem kompetenten Fürsprecher, kompromisslosen Widersprecher und einem der spannendsten Denker zu Erinnerungskultur, Gesellschaft und Politik, historischer Bildung und der Freiheit und Verantwortung der Menschen. „Wappnen können Sie vergessen“, sagt er. Selbst Denken ist entscheidend. Erinnern kann einen Anfang machen.
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Folge vom 24.04.2025wahnsinnsgeistern - Lesen und lesen lassenDas letzte „freigeistern!“-Gespräch hat dem Wahnsinn aufs Schönste alle Ehre gemacht – entsprechend gibt es in der 103. Folge einen bunten Strauß aus neuen Büchern, die ebenso abheben, zum Lachen bringen und dabei Endscheidendes verhandeln. Weil gerade Ostern war, darf im Sachbuch „Das große Buch der Hühner“ nicht fehlen, im Bilderbuch verstecken sich „Schnitzel der Fuchs“ nebst Kaninchen, das Ziel: Anders- und Selbstsein wagen. Außerdem wird das Pappbilderbuch „Dein Wald“ zum exzellenten Ausflug. Im Kinderbuch überschlagen sich die Ereignisse in „Mi mittendrin – eine Katze hat Geheimnisse (und alle anderen auch)“ und in „Alpakas, Agate und mein neues Leben“ - im Jugendbuch überschlägt sich ziemlich schnell ein Auto: „Engel der letzten Nacht“ nimmt es mit Suizid und Weiterleben auf. Verwirrung, Zumutung, Mutmachung, Witz machen dieses „Lesen und lesen lassen“ aus – und endlich gibt’s auch wieder ein „Vorlesen!“ von und mit Filiz Penzkofer. Wahnsinn!
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Folge vom 10.04.2025Filiz Penzkofer – wahnsinnsgeistern„Wahnsinnsgeistern“ heißt die 102. „freigeistern!“-Folge, denn der Wahnsinn hat Methode im Jugendbuch-Debüt „Alles im Grünen oder wie ich die Kette der Beschissenheit durchbrach“. Es ist ein absurd-grandioses Spiel mit Vorurteilen und Klischees, im Zentrum: drei sogenannte „Psychos“, die zu ziemlich besten Freunden werden. Geht so was? „Ich nehm die ganzen Zuschreibungen und werfe sie den Figuren zu, in der Hoffnung, dass man hinter dem Vorhang der Klischees die Menschen sieht“, sagt die Autorin. Ein Gespräch über die Dringlichkeit von Geschichten, die Angst der Gesellschaft, den Mut beim Schreiben, Widerstände und Weitermachen, famose Figuren, das Spiel mit Perspektiven, befreiendes Lachen und die Erkenntnis, die darin liegen kann. Wahnsinn!