
JazzMusiker-PorträtBunt gemischt
Ganz neu: Die schwedische Sängerin Neneh Cherry
Grenzen sind ihr fremd. Neneh Cherry lässt sich nicht so einfach auf ein Genre festnageln. Wenn man Lust auf Punk hat, macht man Punk. Bei akuter Lust auf Jazz wird es eben Jazz. Auf ihrem aktuellen Album "Blank Project" demonstriert sie ihre Kompromisslosigkeit. Ein Musiker-Porträt.
Mit dem Song "Buffalow Stance" schaffte die farbige schwedische Sängerin Neneh Cherry Ende der 1980er Jahre ihren Durchbruch. Mit dem Song "Seven Seconds", den sie 1994 mit dem Senegalesen Youssou N’Dour aufnahm, wurde sie weltweit bekannt.
Sie veröffentlichte noch sporadisch weitere Alben, zog sich dann aber weitgehend aus dem Musikbusiness zurück, um sich auf ihre Familie zu konzentrieren. Vor zwei Jahren nahm die Stieftochter des legendären Jazzmusikers Don Cherry gemeinsam mit einem experimentellen skandinavischen Jazztrio das Album "The Cherry Thing" auf.
Vor Kurzem veröffentlichte Cherry dann endlich ihr Soloalbum "Blank Project" - das erste seit 18 Jahren. Auf der neuen CD lässt sie sich von kargen, manchmal flirrenden Electronic-Sounds und rumpelnden Drums begleiten. Die minimalistische Unterstützung des Londoner Electro-Duos RocketNumberNine tut ihrer Stimme gut. Weniger ist ja bekanntlich manchmal mehr.
Dass sie sich nach so langer Pause mit Schreibblockade wieder an ein Soloprojekt traute, hatte auch mit dem Produzenten Kieran Hebden alias Four Tet zu tun.
Hier erzählt die fünfzigjährige Musikerin nicht nur von den Aufnahmen zu ihrem neuen Album. Sie erklärt auch, inwieweit die Songs Bezug zu ihrem persönlichen Leben haben. Außerdem bezieht sie Stellung zum sogenannten Striptease-Pop, mit dem sich viele ihrer Kolleginnen heutzutage präsentieren.
Die schwedische Sängerin Neneh Cherry im Überblick
| Sendezeit | So, 08.06.2014 | 15:05 - 16:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Rock et cetera" |