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Good Morning, Mrs. Bachmann - Uwe Johnson schreibt Ingeborg Bachmann
Ab 1965 lebte Ingeborg Bachmann wieder in Rom, das sie nach der Trennung von Max Frisch vorerst verlassen hatte. Als sie im Sommer 1970 für längere Zeit verreiste, überließ die österreichische Autorin ihrem Schriftstellerkollegen Uwe Johnson die Wohnung. Der Briefwechsel stammt aus dieser Zeit.
Im Sommer 1970 unternahm Ingeborg Bachmann von Rom aus eine längere Reise nach Österreich und Deutschland.
Während dieser Zeit überließ sie ihre Wohnung an der Via Bocca di Leone Uwe Johnson, der mit seiner Frau Elisabeth und Tochter Katharina am 11. Juli in Rom eintraf.
Die Briefe, die Johnson aus und über diese Wohnung an Ingeborg Bachmann schreibt, sind das Dokument einer Freundschaft. Ergänzt wird die Lesung dieser Briefe durch die Erinnerungen einiger Weggefährten Johnsons.
Am 22. Februar 1984 wurde der Schriftsteller Uwe Johnson zum letzten Mal gesehen in dem kleinen englischen Städtchen, in dem er seit Mitte der 1970er Jahre lebte. In einem kleinen Pub, wo er regelmäßig seine Pints trank.
Drei Wochen danach öffnete man das Haus Johnsons und fand den Schriftsteller tot im Wohnzimmer, vornüber aus dem Ledersessel gefallen, den Kopf am Couchtisch angeschlagen. Er hatte offensichtlich getrunken - wie immer viel getrunken. Johnson wurde nur 49 Jahre alt.
"Good Morning, Mrs. Bachmann" im Überblick
Good Morning, Mrs. Bachmann
von Uwe Johnson
Mit Jürgen Holtz
Produktion: 2004
| Sendezeit | Do, 20.02.2014 | 19:00 - 19:30 Uhr |
| Sendung | MDR KULTUR "Diskurs" |