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Helden, Schurken und Spaghetti - Die Musik im Italo-Western
Das markante Mundharmonika-Spiel, bedrohlich und angespannt, im Song "Man with a Harmonica" dürfte jedem, der "Spiel mir das Lied vom Tod" gesehen hat, bekannt sein. Ennio Morricone lieferte den Soundtrack zu Sergio Leones Kultfilm. Doch was macht die Musik im Italo-Western aus?
Die Kinoleinwand zeigt starr blickende Augenpaare, dazu Hände, die griffbereit über dem Revolvergurt verharren. Minutenlang herrscht absoluter Stillstand.
Nur die Filmkamera, die um die Duellanten kreist, ist in Bewegung. Für unerträgliche Spannung sorgt dabei die treibende Mariaci-Musik, die genau in dem Moment abbricht, in dem der erste Schuss fällt.
Szenen wie diese sind typisch für den Italo- oder "Spaghetti"-Western, mit dem der italienische Filmregisseur Sergio Leone in den 1960er Jahren ein ganz neues Filmgenre schuf.
Prägend dafür sind ausgemergelte Gesichter, bodenlange Staubmäntel und karstige Landschaften, vor allem aber: die Musik von Ennio Morricone. Wie ihre Klangsprache sich vom herkömmlichen Western-Sound unterscheidet und wie sie wiederum in den Bearbeitungen ganz anderer Musikensembles klingt, dem widmet sich die heutige Sendung.
Die Musik im Italo-Western im Überblick
| Sendezeit | Mi, 07.05.2014 | 15:00 - 16:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Kaisers Klänge" |