In der Ukraine herrscht Krieg, die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen droht zu eskalieren. Wie verändert sich die Arbeit von Satirikern in solchen angespannten Situationen? Was ist die Rolle von Humor in ernsten Zeiten? Der Satiriker Tim Wolff, der unter anderem für das „ZDF Magazin Royale“ arbeitet, spricht mit Holger Klein darüber, welchen Einfluss das auf das Geschäft des Witzemachens hat: „Es ist noch mehr Arbeit, weil: Aus einer besonders ernsten Situation in etwas Komisches zu kommen, ist natürlich besonders schwer." Und: "Das sind Zeiten besonderer Aufmerksamkeit, in der sowohl das Seriöse, als auch das teilseriöse Komische mehr Aufwand, präziseren Blick brauchen."
Medien
Holger ruft an Folgen
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Folgen von Holger ruft an
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Folge vom 02.03.2022Holger ruft an ... wegen Satire
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Folge vom 25.02.2022Holger ruft an ... wegen Kriegspropaganda„Wir haben einen Krieg, und dieser Krieg ist auch ein Informationskrieg“, sagt Tamina Kutscher. Die Chefredakteurin der Internetplattform „Dekoder“ spricht mit Holger Klein darüber, wie die staatlichen russischen Medien den Konflikt darstellen, und welche Chance Menschen in Russland haben, sich aus anderen, unabhängigen Quellen zu informieren. Die russische Propaganda lasse sich auf die einfache Formel bringen: „Russland ist die belagerte Festung. Diesem Narrativ wird im Grunde genommen alles mögliche untergeordnet. Das ist die Strategie, durch den äußeren Feind das System Putin zu konsolidieren.“
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Folge vom 19.02.2022Holger ruft an ... wegen der Olympischen WinterspieleWer in China über die Olympischen Spiele berichten will, kann sich nur in einem kleinen Radius um die zugewiesenen Hotels und die Austragungsstätten bewegen, strikt getrennt vom Rest des Landes. Offiziell begründet die chinesische Führung dies mit der Corona-Pandemie. Aber die Einschränkungen kämen dem Regime gut zupass, um kritische Berichterstattung zu erschweren, sagt Tamara Anthony, die Leiterin des ARD-Büros in Peking. Auch Anthony arbeitet in den zwei Olympia-Wochen in der „Bubble“, dieser abgeschotteten Blase inmitten des Landes, das auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf dem unrühmlichen 177. von 180 Plätzen liegt. Die einzigen Chines*innen, auf die sie in dieser Zeit trifft, sind Angehörige des Personals, Sicherheitsleute oder sogenannte Freiwillige. Im Podcast spricht Holger Klein mit Tamara Anthony, ARD-Studioleiterin in Peking, über ihre Arbeit während der Olympischen Winterspiele.
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Folge vom 11.02.2022Holger ruft an ... wegen Mathias DöpfnerDie Reichelt-Affäre bei Axel Springer nimmt kein Ende: Die "Financial Times" hat in dieser Woche einen Bericht vorgelegt, die Springer-Chef Mathias Döpfner und die Führungsetage des Hauses schwer belasten. Wie die FT-Journalisten Erika Solomon und Olaf Storbeck berichten, sollen die Verfehlungen von Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt intern schon früher bekannt gewesen sein als bislang angenommen. Der Vorstand soll versucht haben, Affären und Machtmissbrauch Reichelts zu decken, statt sie aufzuklären. Reichelt soll sogar Informationen über die laufenden Untersuchungen zugespielt bekommen haben, sodass er Zeugen identifizieren konnte, die eigentlich anonym bleiben sollten. Springer-Chef Döpfner witterte offenbar eine Kampagne gegen das Verlagshaus. Er soll eine Kanzlei engagiert haben, um gegen angebliche Verschwörer zu ermitteln. Julian Reichelt habe, so zeigen die Recherchen, eigens eine Liste mit Personen zusammengestellt, die ihm und dem Springer-Verlag schaden wollten: Der Satiriker Jan Böhmermann soll darauf ebenso gestanden haben wie Ex-Bild-Chef Kai Diekmann. Im Podcast mit Holger Klein erzählt FT-Korrespondent Olaf Storbeck, warum es beim Springer-Vorstand trotz aller Enthüllungen "immer noch nicht knallt", weshalb er sogar Verständnis dafür habe, dass Döpfner eine Verschwörung gegen sein Haus witterte und warum all das vermutlich keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen wird.